Mehr Opfer als befürchtet

Mindestens 17 Tote nach Erdrutsch in Indonesien

Nach einem Erdrutsch in Indonesien werden mindestens 17 Todesopfer bestätigt. Tausende Retter suchen weiter nach Vermissten.
Newsdesk Heute
26.01.2026, 08:18
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Nach einem schweren Erdrutsch in Indonesien ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 17 gestiegen. Das hat der Sprecher der nationalen Katastrophenschutzbehörde BNPB, Abdul Muhari, am Montag bestätigt: "Bisher seien 17 Tote bestätigt worden." Wie viele Menschen aktuell noch vermisst werden, konnte er vorerst nicht sagen. Zuletzt war aber von etwa 80 Vermissten die Rede.

Die Rettungs- und Bergungsarbeiten laufen mittlerweile schon den dritten Tag, und das unter enormem Druck. Das schlechte Wetter macht die Suche nach Überlebenden besonders schwer, weil das Gelände extrem rutschig ist. Am Montag hatten die Helfer vor allem Angst, dass es zu weiteren Erdrutschen kommen könnte.

Tausende Einsatzkräfte vor Ort

Laut dem Chef der nationalen Rettungsbehörde, Yudhi Bramantyo, sind am Montag Tausende Einsatzkräfte vor Ort gewesen. Sie arbeiten sich zum Teil sogar mit bloßen Händen durch den Schlamm, um die Opfer zu finden. Auch schweres Gerät ist im Einsatz.

Der Erdrutsch hat sich in der Nacht auf Samstag in einem Dorf in der Region West Bandung auf der Hauptinsel Java ereignet. Ganze Schlammmassen haben viele Häuser begraben, zahlreiche Bewohner mussten ihre Häuser verlassen. Ausgelöst wurde das Unglück durch heftige Regenfälle.

In Indonesien sind Überflutungen und Erdrutsche während der Regenzeit, die meistens von Oktober bis März dauert, leider keine Seltenheit. Umwelt-Experten schlagen aber Alarm: Die Zerstörung der Wälder sorgt dafür, dass es immer öfter zu solchen Katastrophen kommt. Laut dem Wald-Analyseprojekt The TreeMap's Nusantara Atlas sind allein im Jahr 2024 in Indonesien mehr als 240.000 Hektar Urwald verloren gegangen.

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