Mindestens 18 Flüchtlinge sind bei einem Bootsunglück vor der türkischen Ägäisküste ertrunken. 21 Menschen konnten gerettet werden, das hat die türkische Küstenwache am Mittwoch bekanntgegeben. In der Früh hat eine Patrouille das Schlauchboot vor Bodrum entdeckt und wollte es stoppen. Doch das Boot sei "mit hohem Tempo geflüchtet".
Dabei ist Wasser ins Boot eingedrungen und es ist gesunken. Die Küstenwache hat 18 Leichen aus dem Meer geborgen. Weitere Boote suchen nach möglichen Überlebenden. Bodrum, ein beliebter türkischer Urlaubsort, liegt nur wenige Kilometer von der griechischen Insel Kos entfernt. Diese Insel ist eines der Hauptziele für Migranten, die versuchen, über die Ägäis in die Europäische Union zu kommen.
Immer wieder kommt es bei der gefährlichen Überfahrt zu den griechischen Inseln zu solchen Unglücken. Laut der Internationalen Migrationsbehörde (IMO) sind seit Jahresbeginn mindestens 831 Migranten im Mittelmeer gestorben oder werden vermisst.