Keine Schule nach Ostern, Matura-Termin offen

Bildungsminister Heinz Faßmann und Bundeskanzler Sebastian Kurz: Matura wird verschoben
Bildungsminister Heinz Faßmann und Bundeskanzler Sebastian Kurz: Matura wird verschobenBild: picturedesk.com/APA
Bildungsminister Heinz Faßmann hatte am Dienstag gute und schlechte Nachrichten: Die Schulen bleiben zu, der Abschluss des Schuljahres ist allerdings nicht gefährdet.
Die Schulen bleiben auch nach Ostern zu und auch der Matura-Termin Mitte Mai wackelt. Bildungsminister Heinz Faßmann konnte am Dienstag zu keinem der beiden Themen konkrete Angaben machen.

Antwort wäre unseriös

"Ich weiß, Sie wollen die Antwort auf die Frage haben, wann die Schulen und Universitäten wieder aufsperren. Aber ich kann diese Antwort nicht geben, das wäre unseriös", sagt Faßmann.

Die Lehrerinnen und Lehrer werden gebeten, Lernmaterial bis Ende April vorzubereiten. Die Schule werden also mindestens bis dahin geschlossen bleiben - Ende offen, wie er präzisiert: "Der Notbetrieb in den Schulen geht weiter, bis eine andere Info von mir oder der Bundesregierung kommt."

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Und auch beim Matura-Termin kann sich Faßmann derzeit nicht festlegen. Erst nach Ostern kann er hier Konkretes sagen, räumt er ein. Der zuvor kommunizierte Termin Mitte Mai wackelt also weiterhin.

Österreichs Absolventen werden also im schlimmsten Fall erst vier Wochen davor wissen, ob sie Mitte Mai maturieren werden.





Kreative Lösung bei der Benotung

Die gute Nachricht kommt in Sachen Benotung. Denn: "Das Corona-Semester ist kein normales Semester", ist auch Faßmann klar. Die Kinder und Jugendlichen müssen die Situation psychisch und mental verkraften, zusätzlich sind die Familien womöglich von Arbeitlosigkeit und Krankheit betroffen.

Die Schule und vor allem der Abschluss des Semesters soll da nicht das Problem sein. "Das Schulgesetz gibt hier einen großen Spielraum bei der Leistungsbeurteilung", so der Minister. Diesen Spielraum werde man auch nutzen.

Konnkret: Wenn sich die ein oder andere Schularbeit nicht mehr ausgeht, sollen die bisher erbrachten Leistungen für die Endnote herangezogen werden.

Kein Leistungsdruck

"Die Coronakrise ist nicht die Zeit für schulischen Leistungsdruck", sagt Faßmann klar. Aber: ein geregelter Alltag hilft, die Situation zu bewältigen.

Seine Botschaft: Alle wollen und können ihren Abschluss machen. Man werde da auch die besondere Situation dieser Zeit Rücksicht nehmen.

Auch strenge Lehrer werden vermisst

Wie sehr sich Eltern, Schüler und Lehrer mittlerweile den normalen Betrieb zurückwünschen, kommt durchaus beim Minister an. Zwar sei der größte Teil noch immer verständnisvoll, aber die Rufe "Bringt die Schule zurück!" werden mehr.

Faßmann erzählt: Selbst strenge Lehrer werden von ihren Schülern vermisst und bekämen entsprechende E-Mails.

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