Minister sagt jetzt erste Verbote für Ungeimpfte an

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein hat angesichts der steigenden Corona-Zahlen bereits ein Maßnahmen-Paket geschnürt.
Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein hat angesichts der steigenden Corona-Zahlen bereits ein Maßnahmen-Paket geschnürt.HANS PUNZ / APA / picturedesk.com
"Das Virus unterscheidet zwischen ungeimpften Menschen und geimpften", so der Gesundheitsminister. Zum Schutz für Ungeimpfte sind Verbote geplant.

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) macht ernst: Nachdem er bereits am Samstag von drohenden Schließungen sprach, rückt nun sogar ein Lockdown für Ungeimpfte näher, deutet er in einem Interview mit der "Krone" an. "Wir müssen aus dem Sommermodus raus. Der Plan liegt beim Koalitionspartner. Wir werden auch mit den Bundesländern kommende Woche die Maßnahmen entscheiden und kommunizieren", so Mückstein im Interview. 

"Ich habe ja auch zwei Töchter"

Ob dies Polit-Taktik sei, verneint Mückstein: "Die Wahl spielt für meine Überlegungen keine Rolle. Mir geht es um die Gesundheit, um die Schulen, um die Arbeitsplätze. Ich habe ja auch zwei Töchter." Und er sagt auch gleich die erste Corona-Maßnahme an: "Wir werden als Erstes einen Schritt bei der Maskenpflicht indoor machen." Auch 1G sei in Planung. Im Sommer sei ihm dies noch in der Nachtgastro "zu früh" gewesen, jetzt müsse man aber handeln, so Mückstein.

"Das Virus unterscheidet zwischen ungeimpften Menschen und geimpften", so der Minister, und deutet die ersten Verbote für Ungeimpfte an: "Ein Bereich ist die Nachtgastronomie, aber auch Stehpartys wie beim Après-Ski. Wir müssen die Ungeimpften schützen. Das heißt, dass Ungeimpfte in diese Risikobereiche keinen Zutritt haben sollen. Zu ihrem eigenen Schutz:" Eine Umsetzung sei bereits im Oktober sinnvoll, das müsse noch mit dem Koalitionspartner besprochen werden.

"Ich bin bei der Begrüßung immer noch bei der Faust"

Einen Lockdown für Geimpfte schließt Mückstein indes aus, es habe "keinen Sinn, Geimpfte irgendwo nicht hineinzulassen". Geld für Menschen, die sich bisher nicht impfen ließen, es nun aber tun sollen, sieht Mückstein indes nicht als richtigen Weg. Man müsse mit Aufklärung und Impfanreizen arbeiten, aber nicht mit Bezahlungen.  Außerdem: Man sollte dafür sorgen, dass im Gesundheitsbereich nur noch Geimpfte arbeiten – und bei der Begrüßung solle man auch geimpft auf "Bussi, Bussi" verzichten: "Ich bin bei der Begrüßung immer noch bei der Faust."

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