Die Teuerungswelleund eklatante Personalnot herrscht im ganzen Land. Auch die Universitäten sind stark von den Krisen der Gegenwart betroffen und während es für die Studierenden in die Sommerferien geht, wachsen beim Personal an den Hochschulen die Sorgenfalten weiter an. Bildungsminister Martin Polaschek rechnet zudem mit der Maskenpflicht ab Herbst.
Mit Blick auf den Winter-Semesterbeginn sagt Bildungsminister Martin Polaschek gegenüber der APA Comeback von Corona-Maßnahmen voraus: "Ich gehe für das Wintersemester aber davon aus, dass wir einen Präsenzbetrieb mit Maskehaben werden". Zudem dürfte es aber auch einen Mix der Inhalte zwischen Präsenz und Online geben.
Neben Coronabeschäftigt die Unis aber vor allem die Teuerungswelle. "Wir haben jetzt mit unseren Budgets zu arbeiten begonnen und stellen nach einem halben Jahr fest: Das wird sich nicht ausgehen“, so uniko-Präsidentin Sabine Stiedler gegenüber dem ORF. Zwar hätten die Unis zuletzt für die Jahre 2022 bis 2024 eine Budgeterhöhung von 1,3 Milliarden Euro bekommen, das reiche aber nun nicht mehr aus.
Die Inflationhätte jedoch niemand vorher sehen können und so wurde der Vorteil des lange geplanten Budgets, das bereits im Vorfeld beschlossen wurde, zum Nachteil, meint Stiedler. Wenn den Unis nun das Geld ausgeht und keines nachkommt, dürften auch befristete Doktoranden- und Postdoc-Stellen nicht besetzt werden.
Polaschek versteht die Sorgen der Unis. Er meint: "Dass es Handlungsbedarf gibt, ist mir sehr wohl bewusst“. Das Budget jeder Hochschule automatisch anzuheben, lehnt Polaschek jedoch ab. Der ehemalige Rektor der Universität Graz sagt: "Der Bedarf ist je nach Uni unterschiedlich hoch. Manche haben höhere Energiekosten, andere geringere".