Ministerin: 246.342 € für unveröffentlichte Studien

Erneuter Wirbel um Ministerin Hartinger-Klein (FPÖ): Warum ließ sie teure Studien nicht veröffentlichen?
Erneuter Wirbel um Ministerin Hartinger-Klein (FPÖ): Warum ließ sie teure Studien nicht veröffentlichen?Bild: Helmut Graf

Die Ministerin Hartinger-Klein (FPÖ) ließ um teures Geld Studien zur eingestellten "Aktion 20.000" anfertigen. Veröffentlicht werden diese aber nicht.

Erneuter Wirbel rund um die Person der Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ). Nachdem das Sozialministerium die "Aktion 20.000", bei der Langzeitarbeitlose gezielt gefördert worden waren, eingestampft hatte ließ es die Aktion auch evaluieren.

Dazu wurden mit dem IHS und der Prospect Unternehmensberatung GmbH zwei unabhängige Institute mit der Erstellung von Studien im Wert von zusammengerechnet 246.342 Euro (netto) beauftragt. Veröffentlicht wurde aber keine der Studien, wie jetzt aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der Neos hervorging.

Regierung stoppte rot-schwarzes Prestige-Projekt

Die "Aktion 20.000" war ursprünglich unter der Vorgängerregierung im Juli 2017 als Pilotprojekt gestartet worden. Das Ziel der Aktion war die gezielte Bekämpfung von längerfristiger Arbeitslosigkeit bei Personen über 50 Jahren. 20.000 neue Arbeitsplätze, daher der Name, wollte die rot-schwarze Regierung so schaffen.

Tatsächlich haben während des kurzen Bestehens der Aktion bereits 4.400 Personen einen neuen Job gefunden, für weitere 3.067 Fälle soll es bereits fixe Zusagen vom AMS gegeben haben, wie die Ministerin selbst in einer Anfragebeantwortung zugeben musste.

Ungeachtet dieser Erfolge wurde die Aktion allerdings bereits nach wenigen Monaten von der türkis-blauen Nachfolgeregierung wieder eingestellt. (mat)

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