Ein mittlerweile verstorbener Sportlehrer soll sich in den Jahren 2004 bis 2019 in einer NMS in Wien-Leopoldstadt an seinen Schützlingen vergangen haben. Mittlerweile gibt es schon rund 40 Betroffene – wir berichteten. Bereits im Jahr 2013 gab es eine erste Anzeige in Niederösterreich gegen den Verdächtigen, das Verfahren versandete aber – die Prüfer sollen nun herausfinden, wie das passieren konnte.
Denn obwohl es eine Anzeige gab und der Sachverhalt der zuständigen Strafverfolgungsbehörde übermittelt wurde, blieben die Staatsanwälte untätig. Bis heute wurde die Anzeige nicht aufgegriffen. Hätte die Staatsanwaltschaft den Fall untersucht, wäre der Verdächtige wahrscheinlich nicht bis Mai 2019 in einer NMS in Wien-Leopoldstadt tätig gewesen, wo er seinen pädophilen Neigungen nachging.
Laut ehemaligen Schülern wurden die Vorwürfe auch dort von der Schulleitung ignoriert, Hinweisen sei lange Zeit nicht nachgegangen worden. Erst die Anzeige eines ehemaligen Schülers im Jahr 2019 brachte dann den Fall ins Rollen. Der Lehrer beging kurz darauf Selbstmord, zuvor wurde bei einer Hausdurchsuchung Beweismaterial sichergestellt.