Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem überschießend gegen bestimmte Eiweißmoleküle, die (zum Beispiel) in Pollen, Hausstaub oder Tierhaaren enthalten sind.
Es werden sogenannte IgE-Antikörper gebildet, die bei erneutem Kontakt mit dem Allergen eine Entzündungsreaktion mitverursachen. Diese Reaktion ist schuld an den Allergiesymptomen: Schnupfen, Augenjucken sowie Asthma können die Folge sein. Besonders Asthmatiker haben in der Pollensaison oft einen hohen Leidensdruck – sie bekommen häufig nur sehr schwer Luft und müssen öfter zu Cortison-Sprays greifen.
Zudem kann sich das Asthma so dauerhaft verschlechtern. Forscher der MedUni Wien haben nun ein Verfahren entwickelt, das vor allem Menschen mit allergischem Asthma helfen soll. Mittels Blutwäsche werden die IgE-Antikörper aus dem Blut gefiltert und dadurch die Entzündung in den Bronchien verhindert. Die Blutwäsche soll künftig den Bedarf an Notfall-Medikation senken und eine Verschlechterung des Asthmas unterbinden.
Dr. Christian Lupinek, Pathophysiologe und Immunologe, Wien