Mit diesem Glossar werden Sie vom Noob zum Pro

Keine Angst vor Fachbegriffen: Mit unserem E-Sport-Glossar finden Sie sich in der Welt des professionellen Gamens zurecht.
Fünf junge Männer sitzen mit Trikots nebeneinander, jeder mit Computer, Maus, Tastatur und Headset ausgerüstet. Sie klicken um die Wette, schreien und feilen an ihrer Strategie. "Wir brauchen Support an der Top-Lane", sagt der eine. "Komme gleich, habe Probleme Bot", antwortet ein anderer, "die spielen nicht nach der Meta". Ihnen gegenüber sitzt ein anderes Team. Alle Blicke sind auf die Bildschirme fixiert. Und 40 Millionen Menschen weltweit schauen dem Ganzen zu und fiebern mit. Diese Szene könnte sich an einem internationalen Finale des Videospiels "League of Legends" abgespielt haben.

Was für E-Sport-Fans Alltag ist, macht es Einsteigern schwer, den Zugang zu finden. Denn Spieler und Kommentatoren sprechen eine eigene Sprache, die je nach Spiel noch variiert. Doch es gibt einige Begriffe, die sich durch die meisten Games ziehen. Die wichtigsten Ausdrücke, die es braucht, um beim E-Sport mitzukommen, sind in der Bildstrecke erklärt.

Gute Reaktionen und Multitasking

Doch weshalb sollte man sich als Einsteiger überhaupt für E-Sport interessieren? Zuerst einmal, weil er boomt. 2018 ist, laut dem "Global eSports Market Report" vom Gaming- und E-Sport-Analysten Newzoo, der weltweite Umsatz der E-Sport-Branche um mehr als ein Drittel auf über 900 Millionen Dollar gestiegen. Tendenz steigend. Und weil E-Sportler fast Top-Athleten sind: Zwar müssen sie keine Marathons rennen, brauchen aber eine überdurchschnittliche Konstitution und Aufmerksamkeit. Denn der E-Sport verlangt eine schnelle Reaktionszeit, gute Hand-Augen-Koordination, Fähigkeit zum Multitasking und viel Durchhaltevermögen.



CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Die "League of Legends" World Championship 2015 in Berlin. (Bild: Riot Games)

Ein E-Sportler fällt durchschnittlich acht Entscheidungen pro Sekunde oder etwa 480 pro Minute. Durchgeführt wird das Ganze meistens auf der Spielkonsole oder auf dem Computer mit Maus und Tastatur. Spieler messen sich je nach Spiel entweder allein oder im Team in eigens dafür gegründeten Vereinen.

Preisgelder in Millionenhöhe

Grundsätzlich kann jedes Game im Wettbewerb gespielt werden, die beliebtesten sind jedoch Echtzeit-Strategiespiele (auch Multiplayer Online Battle Arena, kurz Moba, genannt) und Ego-Shooter. Die drei größten Spiele mit Preisgeldern in Millionenhöhe sind "Dota 2", "Counter-Strike: Global Offensive" und "League of Legends". Erst im August 2018 gewann ein "Dota-2"-Team in einem Turnier in Kanada über 11 Millionen US-Dollar.

Die Turniere werden ähnlich dem traditionellen Sport auf Online-Streaming-Seiten live übertragen oder sogar im Fernsehen ausgestrahlt. Die Szene in der Schweiz ist noch relativ klein, einzelne Ligen und Turniere sind jedoch im Aufbau begriffen. Ganz anders in Asien. Dort ist der Sport mit Videospielen neben Traditionellem wie Fußball schon fest verankert. Profi-Spieler können von den Gagen leben und widmen sich oft Vollzeit dieser Beschäftigung.

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