Mit diesem Mini kommt man in jeden Club, Man!

Mini verpasste dem Clubman ein großes Update – innen, außen und unter der Haube. "Heute" durfte die Version "John Cooper Works" mit 306 PS testen.
Das Aussehen eines Mini zu verändern ist eine heikle Angelegenheit, wie uns Oliver Heilmer, der Vize-Designchef von Mini, verrät: Man will ja gerne immer wieder etwas Neues bieten, doch der klassische Look darf nicht zu radikal abgeändert werden. Das würde den Status als Ikone verletzen und treue Fans auf die Barrikaden treiben: "Es ist eine sehr schmale Gratwanderung."

Klar, neue Farben und Felgen gehen immer. Und die extrem hohe Personalisierbarkeit des Interieurs kann immer noch um ein paar Optionen erweitert werden. Doch dann wird es schwierig. Beim neuen Clubman, also dem Kombi unter den Minis, hat man den Kühlergrill neu gestaltet, um dem Wagen einen etwas sportlicheren Look zu geben. Wirklich auffallen wird das aber nur Enthusiasten bzw. wenn der Vorgänger daneben steht.

Die Türen im Heck bleiben

Die typischen Kofferraum-Türen des Clubman, die sich seitlich öffnen lassen, wurden natürlich beibehalten. Sie eröffnen 350 Liter Ladevolumen, also gar nicht so mini. Wenn man die Sitze umlegt, hat man sogar 1.250 Liter.

CommentCreated with Sketch.3 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Im Innenraum hat das Entertainment einige neue Funktionen bekommen. Es ist nun stets online und lässt sich noch besser mit dem eigenen Smartphone vernetzen.

Aber auch das Wichtigste bei einem Auto hat sich geändert: Die Technik. Alle sechs Modellvarianten des Clubman verfügen jetzt über die neueste Mini TwinPower Turbo Technologie.

Am heftigsten macht sich das bei der Spitzenversion, dem Mini John Cooper Works Clubman mit 306 PS und 8-Gang-Automatik bemerkbar. Dank 450 Nm Drehmoment schafft er jetzt den Sprint von 0 auf 100 in 4,9 Sekunden – das ist um 1,4 Sekunden schneller als noch der Vorgänger.

Neue Technik, die sich auszahlt

Dazu kommt ein permanenter Allradantrieb (bei anderen Versionen optional) und ein Sperrdifferential an der Vorderachse. Und beim Fahren über schön kurvige Strecken im Umland von Frankfurt haben wir gemerkt – wow, das alles bringt wirklich etwas. Wer es sportlich angeht, wird schnell spüren, wie gut der Mini Clubman in der Spur bleibt. Wie stabil er Lastwechsel vollzieht. Nie haben wir uns unsicher gefühlt, der Wagen klebt auf der Straße.

Und wenn man am Scheitelpunkt einer Kurve wieder aufs Gas steigt, dann leistet das Sperrdifferential hervorragende Arbeit: Der Clubman drückt sich in die Kurve und man kommt ordentlich flott wieder raus. Und der Sound des Auspuffs mit Klappenanlage ist ebenfalls ein Traum. "Daran haben wir sehr lange gebastelt", sagt Projektmanager Alfred Wahl stolz. Natürlich trifft das alles nur auf den Sportmodus zu. Denn ansonsten ist der Clubman brav und umgänglich, wie man es im Alltag braucht. Obwohl, beim Kickdown merkt man schon, dass der Wagen es faustdick hinter den Ohren hat.

Der Preis für so viel Fahrspaß? Ab 48.100 Euro aufwärts. Den günstigsten Clubman mit 102 PS und Gangschaltung gibt es ab 25.050 Euro. Aber natürlich will man seinen Mini personalisieren, also wird man noch ein bisschen etwas drauflegen müssen.

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