Mit dieser Box wollen Linzer Obst und Gemüse retten

Simon Scheutz vom Linzer Start-Up Afreshed mit der Retterbox
Simon Scheutz vom Linzer Start-Up Afreshed mit der RetterboxPrivat
Weil sie optisch nicht schön aussehen, landen in OÖ tonnenweise Obst- und Gemüse im Müll. Ein Linzer Start-Up will das mit der Retterbox verhindern.

Rund ein Drittel der produzierten Lebensmittel landen weltweit im Müll. Auch in Österreich liegt der Wert der vermeidbaren Lebensmittelverschwendung laut Experten bei rund einer Million Tonnen im Jahr.

Und genau dagegen wollen vier Linzer (19 -26) jetzt ankämpfen. Deshalb gründeten sie das Start-Up "Afreshed". "Es ist einfach ein Wahnsinn, wie viel Lebensmittel, die einwandfrei sind, weggeworfen werden. Dagegen wollen wir etwas unternehmen", so Bernhard Bocksrucker im "Heute"-Gespräch. 

Lukas Forsthuber, Maximilian Welzenbach, Bernhard Bocksrucker und Simon Scheutz (v.l.) stehen hinter dem Start-Up Afreshed.
Lukas Forsthuber, Maximilian Welzenbach, Bernhard Bocksrucker und Simon Scheutz (v.l.) stehen hinter dem Start-Up Afreshed.Frameworker GmbH

Mit ihrer Retterbox hat sich das Quartett vor allem auf Obst- und Gemüse von Bauern aus OÖ spezialisiert. Und dabei vor allem auf jene Ware, die es erst gar nicht in den Supermarkt schafft. Eine Karotte, die nicht ganz gerade gewachsen ist, ein Paprika mit einem kleinen Fleck oder ein Apfel mit einer Druckstelle – diese Produkte werden laut Bocksrucker in der Biogasanlage vernichtet.

Box kommt alle zwei Wochen

"Wir haben mit mehreren Bauern gesprochen. Dabei wurde uns erzählt, dass manch ein Landwirt bis zu fünf Tonnen der Lebensmittel pro Woche vernichten muss. Nur weil die Waren nicht schön genug für den Einzelhandel sind", schüttelt der Mitgründer des Start-Ups den Kopf. 

Mit der sogenannten Retterbox kann man dieser Entwicklung entgegensteuern. Diese wird dem Kunden (man kann auf der Homepage afreshed.at ein Abo dafür abschließen), im zwei Wochen Rhythmus geliefert. In der zwischen vier und fünf Kilogramm schweren Box befindet sich dann eine Mischung aus den gerade aktuellen Obst- und Gemüsesorten.

Bosrucker: "Wir schauen schon, dass mindestens fünf verschiedene Sorten darin sind. Es liegen auch Infozettel dabei, auf denen wir noch einmal auf die Lebensmittelverschwendung hinweisen wollen. Als Überraschung ist gelegentlich ein Merchandise-Artikel dabei."  

Mit fünf Bauern aus Oberösterreich arbeiten die Afreshed-Gründer derzeit zusammen. Die Lebensmittel werden österreichweit versendet. "Wir haben auch Bestellungen aus Wien und Tirol", so Bocksrucker.

Eine Bestellung zahlt sich für unsere Umwelt gleich doppelt aus. Denn wie Bocksrucker versichert, wird pro verkaufter Retterbox ein Baum gepflanzt. Er sagt: "Wir arbeiten mit einem anderen Unternehmen zusammen. Unsere Bäume werden in Mittelafrika gepflanzt." 

Wer nun auf den Geschmack gekommen ist und bei der Vermeidung der Lebensmittelverschwendung mithelfen will, kann hier eine Retterbox bestellen.

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