Ukraine

Mit Spannung erwartet – Putin wendet sich an die Welt

Wladimir Putin meidet seit Kriegsausbruch konsequent die Öffentlichkeit. Doch noch am Donnerstag wird der Kreml-Chef einen TV-Auftritt absolvieren.

Michael Rauhofer-Redl
Teilen
Noch am Donnerstag (03.03.2022) soll sich Putin im russischen TV zeigen – zum ersten Mal seit Ausbruch des Krieges. 
Noch am Donnerstag (03.03.2022) soll sich Putin im russischen TV zeigen – zum ersten Mal seit Ausbruch des Krieges. 
via REUTERS

Noch am Donnerstag wird sich der russische Präsident Wladimir Putin erstmals seit dem Überfall auf die Ukraine einer breiten Weltöffentlichkeit präsentieren. Denn das Treffen Putins mit Vertretern des Nationalen Sicherheitsrates in Moskau soll im TV übertragen werden, so Kreml-Sprecher Dmitri Peskow laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax. Laut Peskow sei auch davon auszugehen, dass Putin auf die in der Ukraine gefallenen russischen Soldaten eingehen wird. 

Dabei herrscht um die Zahl der getöteten auch ein Informationskrieg. Moskau bestätigte bislang "nur" 498 getötete Soldaten. Die Ukraine gibt den Wert jener feindlicher Soldaten, die seit dem Ausbruch des Krieges am vergangenen Donnerstag getötet wurden, mit knapp 9.000 an. Eine unabhängige Überprüfung dieser Werte ist nicht möglich.

Kreml-Sprecher dementiert

Mittlerweile gibt es auch Medienberichte, in denen über die Verhängung des Kriegsrechts auch in Russland spekuliert wird. Das seien "Enten", also Falschmeldungen, so der Kreml-Sprecher. Peskow wurde in der Ankündigung des Putin-Auftritts auch zu Gerüchten gefragt worden, wonach Männern im wehrfähigen Alter ab Dienstag die Ausreise aus Russland untersagt werden solle. Auch das wischte er als Falschmeldungen vom Tisch. 

Zuvor berichteten zahlreiche junge Männer, wohl aus Angst vor einer möglichen Generalmobilmachung, lieber Russland zu verlassen, als für den Krieg gegen die Ukraine eingezogen zu werden. Sie wollten im Ausland warten, bis der Krieg vorbei ist. Bei nicht erlaubten Protesten gegen den Krieg gab es in den vergangenen Tagen Tausende Festnahmen.

1/21
Gehe zur Galerie
    Nach ukrainischen Medienberichten ist es in der Nacht zu Mittwoch zu Gefechten mit der russischen Armee gekommen. In Charkiw, der zweitgrößten Stadt des Landes, haben russische Soldaten ein Krankenhaus angegriffen, meldete die Agentur Unian.
    Nach ukrainischen Medienberichten ist es in der Nacht zu Mittwoch zu Gefechten mit der russischen Armee gekommen. In Charkiw, der zweitgrößten Stadt des Landes, haben russische Soldaten ein Krankenhaus angegriffen, meldete die Agentur Unian.
    SERGEY BOBOK / AFP / picturedesk.com