Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) zeigt sich nach der Pleite des Salzburger Baukonzerns Alpine besorgt über die wirtschaftliche Entwicklung in Österreich. "Wir haben eine Krise, und stemmen uns der entgegen, damit sie nicht größer wird, sondern dass wir die Zukunftschancen optimieren", so der Wirtschaftsminister, und kündigte an, in den nächsten Tagen konkrete konjunkturbelebende Maßnahmen vorzustellen.
besorgt über die wirtschaftliche Entwicklung in Österreich. "Wir haben eine Krise, und stemmen uns der entgegen, damit sie nicht größer wird, sondern dass wir die Zukunftschancen optimieren", so der Wirtschaftsminister, und kündigte an, in den nächsten Tagen konkrete konjunkturbelebende Maßnahmen vorzustellen.
"Nun kommen die Einschläge immer näher, die Insolvenzen sind nicht zu ignorieren", sagte Mitterlehner am Donnerstag bei einem Pressegespräch in Wien. Nun sei es notwendig, "alles was wir haben, zu mobilisieren".
Bei der Alpine könne man derzeit noch nicht sagen, was das Ende der Abwicklung und eine mögliche Auffanggesellschaft ergeben werde. Es würde dem Unternehmen aber nichts helfen, wenn er heute ein Paket für die Zukunft ankündigen würde.
Erst die Gespräche mit dem Masseverwalter, der jetzt für den betriebswirtschaftlichen Teil verantwortliche sei, würden ergeben, inwiefern auch Zulieferbetriebe von der Pleite betroffen sein werden. In einem ersten Schritt werde es daher vor allem darum gehen, "was können andere Firmen übernehmen, wie kann die Auffanggesellschaft weiter geführt werden, und vor allem, was kann man tun, um den Zulieferbetrieben zu helfen".
In einem zweiten Schritt hält Mitterlehner sodann generelle konjunkturbelebende und unterstützende Impulse für notwendig. Dabei werde es darum gehen, ob entsprechende - budgetäre - Umwidmungen gemacht werden können, damit die Märkte noch genauer und schneller erreicht werden können, etwa durch den Start entsprechender Branchenprogramme. "An dem arbeiten wir intensiv", sagte Mitterlehner.
Die Schwierigkeit bei diesen geplanten konjunkturbelebenden Maßnahmen liege aber darin, diese im Zusammenhang mit einem Konsolidierungsprogramm zu machen. "Denn jede überzogene Reaktion wird uns mit höheren Finanzierungskosten auf den Finanzmärkten auch vorgerechnet werden." Daher gehe es hier um eine balancierte Vorgangsweise.
Leitl: "Keine allzu schlechte Zukunftsperspektive"
Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl betonte, er sehe beim insolventen Baukonzern einen "gesunden österreichischen Kern". Er sei zuversichtlich, dass sich in Österreich eine Lösung finden lassen werde, die den überwiegenden Teil der Betroffenen ihre Arbeitsplätze sichere. Durch die realistisch zu erwartende Fortführung könnte die Beschäftigungsproblematik entschärft werden. Für den Österreich-Teil gebe es derzeit "keine allzu schlechte Zukunftsperspektive".