Mitterlehner lässt sich FPÖ-Niederlage nicht anhänge...

Vizekanzler und ÖVP-Obmann Reinhold Mitterlehner will nicht für die Niederlage von FPÖ-Kandidat Norbert Hofer verantwortlich gemacht werden. Seine Wahlempfehlung für Alexander Van der Bellen allein hätte dies nicht verursacht: Das wäre "zu viel der Ehre", meinte Mitterlehner am Montag.

Vizekanzler und ÖVP-Obmann Reinhold Mitterlehner will nicht für die verantwortlich gemacht werden. Seine Wahlempfehlung für Alexander Van der Bellen allein hätte dies nicht verursacht: Das wäre "zu viel der Ehre", meinte Mitterlehner am Montag.

Mitterlehner denkt viel eher, dass die FPÖ versuche, einen Keil in die Volkspartei zu treiben. Norbert Hofer hatte am Sonntag erklärt, Mitterlehners Wahlempfehlung für Van der Bellen sei ausschlaggebend für seine Niederlage gewesen. Dazu hielt der ÖVP-Obmann auf Ö1 fest, es gebe "keine monokausale Ursache" und Hofer solle sich seine Haltung zum Öxit sowie seinen Auftritt in der letzten Fernsehdiskussion anschauen.

Auch betonte Mitterlehner, er habe keine Wahlempfehlung ausgegeben. Vor der Wahl seien jedoch viele auf ihn als Wirtschaftsminister zugekommen und daher habe er sich für Van der Bellen ausgesprochen.
"FPÖ will Sündenbock suchen"

Offenbar wolle die FPÖ "ein wenig ablenken" und einen Sündenbock suchen. Danach gefragt, ob die Wahlentscheidung nun für ihn eine innerparteiliche Verschnaufpause bedeute, meinte Mitterlehner: "Sehe es so."

Wie bereits am Sonntag erwähnt sieht der Vizekanzler die Bundespräsidentschaftswahl nicht als Anlass, um über künftige Koalitionen zu spekulieren. Die Wahlentscheidung für Van der Bellen sieht er als "Signal in Richtung Normalisierung". Seiner Meinung nach soll die Bundesregierung nun bis 2018 weiter arbeiten und das "Neuwahl-Gerede" stoppen.

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