Star-Fotograf warnt vor Folgen des Selfie-Kults

Bild: Screenshot Instagram
Mit einer Foto-Serie möchte Mode-Fotograf Rankin auf die Folgen des Selfie-Wahns hinweisen – und vor Perfektionszwangs warnen.
Während früher die unrealistischen Schönheitsideale von Fotos aus Magazinen ausgingen, sind es jetzt die Filter der sozialen Medien.





CommentCreated with Sketch.0 Zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Gemeinsam mit der M&C-Agentur hat Modefotograf John Rankin vor wenigen Tagen einen Aufruf zu einem sozialen Experiment gestartet. Seine Foto-Serie "Selfie Harm" ist Teil der Kampagne einer Agentur, die sich mit geistiger Gesundheit befasst. Mit diesem Projekt möchte der Fotograf den negativen Einfluss der Sozialen Medien auf Körperbild und Selbstliebe vorführen. "Es ist ein Minenfeld für die psychische Gesundheit und dieses Projekt berührt erst die Oberfläche des Themas," meint er. Davor hatte er bereits ein ähnliches Experiment mit Models durchgeführt.



Der britische Künstler hat dazu eine Gruppe von 15 Jugendlichen darum gebeten sich ihm als Modelle für ein neues Projekt zur Verfügung zur stellen. Sie befanden sich im Alter von 14 bis 18 Jahren. Er fotografierte sie zunächst im völlig natürlichen Zustand (ohne Make-up und mit unbedecktem Gesicht). Danach forderte er sie auf sich selbst so zu filtern, wie sie es tun würden, bevor sie ein Bild online posten. Die Resultate sprachen für sich selbst. "Es ist erstaunlich, welchen Unterschied fünf Bearbeitungsminuten ausmachen," sagte er. "Das wichtigste ist, dass wir niemanden gewählt haben, der diese Apps schon benutzt hatte, sondern wir haben sie Jugendlichen vorgestellt und sie gefragt, ob sie sie probieren wollen."



Auf seiner Website sieht man, dass junge Menschen die Neigung haben sich zu maskieren, die Haut aufzuhellen, die Augen zu vergrößern, ihre Nasen zu verkleinern und andere Veränderungen vorzunehmen. "Die Personen imitieren ihre Idole. (...) um dem Geschmack der Sozialen Medien zu gefallen. Es gibt nur mehr einen Grund, für den sie leben. FOMO. (=the fear of missing out) Traurigkeit und Angststörungen steigen. Die Zeit ist gekommen, diese Effekte anzuerkennen, die die Sozialen Medien auf das Selbstbild des Einzelnen haben," gibt der Fotograf zu denken.





(GA)

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