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Modekette Zara verkauft "Sklavensandalen"

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:03

Die spanische Modekette Zara hat mit dem Verkauf von "Sklavensandalen" im deutschsprachigen Online-Store für Aufregung gesorgt. "Heute.at" listet außerdem die Sünden der Vergangenheit auf.

Die spanische Modekette Zara hat mit dem Verkauf von "Sklavensandalen" im deutschsprachigen Online-Store für Aufregung gesorgt. "Heute.at" listet außerdem die Sünden der Vergangenheit auf.

Die warme Jahreszeit beginnt und damit kommen auch Sandalen wieder in Mode. Zara hat sich nun mit einem Exemplar des leichten Schuhwerks viel Ärger eingebracht. Im deutschsprachigen Online-Store gehören "Dreifarbige Sklavensandalen" für 19.95 Euro zum Sortiment.

Defekter Auto-Übersetzer?

Nach einem "Spiegel Online"-Bericht entschuldigte sich Zara Deutschland und sprach von einem "Übersetzungsfehler". In der englischen Version ist von "Tricolor gladiator sandals" die Rede, was die Sache nicht viel besser macht, da auch Gladiatoren bekanntermaßen Sklaven waren. Im spanischen Original heißt das Produkt simpel "Sandalia plana tricolor" (Flache, dreifarbige Sandalen).

Im Statement der Modekette hieß es, dass Zara "in keiner Weise jegliche Art von offensivem oder respektlosem Verhalten einer Person oder Gemeinschaft gegenüber" akzeptiere. Allerdings war die deutsche Bezeichnung Mittwochfrüh noch immer online. Selbst wenn sie geändert wird, besteht Aufreger-Potential - in Spanien ist das Produkt um vier Euro billiger.
Hakenkreuze und gelber Stern

Zara hatte bereits in den letzten Jahren mit seinen Produkten für Aufregung gesorgt. 2007 musste eine Handtasche mit Hakenkreuzen (siehe unten) wieder eingestampft werden, 2014 erinnerte ein Kindershirt mit gelbem Stern an die Kleidung von KZ-Häftlingen.

 

Polemica Zara: Su Internet sbuca una vecchia borsa con le svastiche
— Tweeews (@Tweeews)

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