Derzeit keine Koalition ohne ÖVP realistisch

Welche Koalition wird's nach der Wahl geben? Diese Frage beantworten die Spitzenkandidaten Sebastian Kurz (ÖVP), Pamela Rendi-Wagner (SPÖ), Norbert Hofer (FPÖ), Beate Meinl-Reisinger (NEOS), Peter Pilz (Liste Jetzt) und Werner Kogler (Die Grünen) im Wahlkampf nur vage.
Welche Koalition wird's nach der Wahl geben? Diese Frage beantworten die Spitzenkandidaten Sebastian Kurz (ÖVP), Pamela Rendi-Wagner (SPÖ), Norbert Hofer (FPÖ), Beate Meinl-Reisinger (NEOS), Peter Pilz (Liste Jetzt) und Werner Kogler (Die Grünen) im Wahlkampf nur vage.Bild: picturedesk.com
Über Koalitionen wird im Wahlkampffinale häufig diskutiert, aber welche Varianten haben überhaupt eine realistische Mehrheit? Eine von "Heute" in Auftrag gegebene Umfrage hat die Antwort.
Der vermutliche Wahlsieger ÖVP wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch der nächsten Regierung angehören. Denn eine Mehrheit gegen Türkis würde eine Zusammenarbeit von Rot und Blau entweder mit Grünen oder Neos erfordern – beide Varianten sind derzeit sehr unrealistisch.

Türkis-Blau fortsetzen wollen nur mehr FPÖ-Fans. Deklarierte ÖVP-Wähler sprechen sich zu 29 Prozent für eine türkis-pinke Koalition aus. Die käme derzeit allerdings nur auf 41 Prozent. 21 Prozent wollen Türkis-Blau II, 17 Prozent einen "Dreier" mit Grünen und Neos, 14 Prozent Türkis-Blau. Türkis-Rot kommt nur auf 7 Prozent Zustimmung.

Türkis-Blau hat mit 53 Prozent zwar die Mehrheit, 2017 waren es aber noch 57,5 Prozent. Laut Schwankungsbreite wären aber auch nur 49 Prozent möglich.



Türkis-Rot hat mit 55 Prozent die stabilste Mehrheit und selbst bei einem Abschneiden beider Parteien am unteren Ende der Schwankungsbreite 51 Prozent.



CommentCreated with Sketch.61 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Türkis-Grün-Neos kommt auf 54 Prozent. Auch hier könnten aber – schneiden alle drei am unteren Ende der Schwankungsbreite ab – nur 49 Prozent drohen.



Türkis-Grün erreicht derzeit 46 Prozent. Für die 50 Prozent müssten beide Parteien am oberen Ende der Schwankungsbreite liegen (35 und 15 Prozent).



Rot-Grün-Neos kommt auf 43 Prozent. Selbst wenn man die möglichen Bestwerte annimmt, gibt es für die "linke Mehrheit" (O-Ton Kurz) nur 48 Prozent.



Die Umfrage wurde von UNIQUE Research im Auftrag von "Heute", ATV und dem "profil" durchgeführt. Telefonisch und online (Verhältnis 2:1) wurden 2.402 Wahlberechtigte ab 16 Jahren befragt. Die Feldarbeit fand zwischen dem 2. und 13. September statt. Die Koalitionsvarianten basieren auf der Hochschätzung und den dort ausgewiesenen Schwankungsbreiten. Die Hochschätzung ist keine Prognose über den Wahlausgang am 29. September 2019, sondern die Stimmungslage drei bis vier Wochen vor der Wahl. Sie basiert auf n=1.392 deklarierten ganz sicheren Wählern. Die Rohdaten sind hier als PDF abrufbar.

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