Notstand ausgerufen

Monstersturm in den USA – 1.600 Flüge gestrichen

Schnee, Blitzeis und eisige Temperaturen – die USA stehen vor einem der heftigsten Winterstürme seit Jahren.
Newsdesk Heute
24.01.2026, 17:51
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Die Behörden rechnen damit, dass der Sturm am Wochenende große Teile des Landes lahmlegt. Neben der Hauptstadt Washington sind unter anderem New York, Texas, Georgia, South Carolina, North Carolina, Virginia, Maryland, Louisiana, Arkansas, Tennessee, Alabama, Mississippi und Missouri vom Notstand betroffen.

Laut den jeweiligen Gouverneuren gilt die Maßnahme entweder für den ganzen Bundesstaat oder für einzelne Regionen. Mit dem Notstand können Hilfsgelder und Einsatzkräfte schneller mobilisiert werden. Wie 20 Minuten berichtet, warnt New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul vor einer gefährlichen Mischung aus viel Schnee und extrem niedrigen Temperaturen.

"Das ist eine gefährliche Kombination aus viel Schnee und extrem niedrigen Temperaturen", so Hochul. Der Wetterdienst rechnet damit, dass der Sturm von New Mexico im Südwesten bis nach Maine im Nordosten zieht – eine Strecke von rund 3.000 Kilometern. In den Medien ist bereits vom "Monstersturm" die Rede.

Flugchaos in den USA: Über 1.600 Flüge gestrichen

Schon bevor der Sturm zuschlägt, haben viele Fluglinien Verbindungen gestrichen. Passagiere können ihre Flüge umbuchen oder auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Laut dem US-Sender ABC News wurden allein für Samstag mehr als 1.600 Flüge innerhalb der USA, in die USA oder aus den USA gestrichen. Besonders betroffen sind die Flughäfen in Dallas im Bundesstaat Texas.

Auch die Lufthansa hat zahlreiche Flüge von und nach Nordamerika für Samstag aus dem Programm genommen. Am Sonntag sind noch Verbindungen nach Washington, New York, Boston, Philadelphia und Charlotte betroffen. An anderen Flughäfen im Westen, Süden und Norden werden am Sonntag nur noch vereinzelte Verspätungen erwartet. Die betroffenen Passagiere werden über Ausfälle und Alternativen informiert.

Stromausfälle und Taschenlampen – Behörden warnen

Die Sorge ist groß, dass es zu massiven Stromausfällen kommt. Umfallende Bäume oder brechende Stromleitungen durch das schwere Eis könnten ganze Regionen lahmlegen.

Für rund 160 Millionen Menschen gelten Wetterwarnungen. Die Behörden rufen dazu auf, möglichst zu Hause zu bleiben und das Auto stehenzulassen. Die erwartete Kälte könne "absolut tödlich" sein, warnt New Yorks Gouverneurin. In Minnesota und North Dakota könnten die Temperaturen laut Wetterdienst auf bis zu minus 45 Grad Celsius fallen.

In Washington, der Hauptstadt, wurde die Nationalgarde um Geländewagen gebeten, um die Einsatzkräfte zu unterstützen. Auch im öffentlichen Verkehr werden Einschränkungen erwartet. Der Betreiber der U-Bahn schließt nicht aus, dass es durch das Eis sogar zu Schienenbrüchen kommen kann.

Die Stadt empfiehlt, Taschenlampen bereitzuhalten und die Handys aufzuladen – falls der Strom ausfällt. Wer sein Auto auf bestimmten Notstraßen geparkt hat, muss es zwischen Samstagmittag und Dienstag entfernen.

Trump nutzt Sturm für Seitenhieb gegen Klimawandel

Donald Trump nutzt die Wetterlage für eine Spitze gegen Klimaschützer. "Könnten die Umweltaktivisten bitte erklären — WAS IST EIGENTLICH AUS DER GLOBALEN ERWÄRMUNG GEWORDEN???", schrieb der ehemalige US-Präsident auf Truth Social. Fachleute betonen aber, dass der Klimawandel nicht bedeutet, dass es keine Kälteeinbrüche oder Winterstürme mehr gibt. Im Gegenteil: Extreme Wetterereignisse wie Stürme und starker Niederschlag werden durch den Klimawandel immer häufiger und heftiger.

Trump stellt die Existenz des Klimawandels regelmäßig infrage. Schon vor Monaten bezeichnete er das Thema als "größten Betrug". Auch in einer möglichen zweiten Amtszeit bleibt er bei seiner Meinung – entgegen sämtlichen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Das Weiße Haus betont, dass die gesamte Regierung die Wetterlage genau beobachtet, um rasch reagieren zu können. Das Heimatschutzministerium hat bereits angekündigt, dass die Katastrophenschutzbehörde mit den Bundesstaaten zusammenarbeitet. In den Verteilzentren im Süden und Osten der USA lagern über sieben Millionen Mahlzeiten, mehr als zwei Millionen Liter Wasser, unzählige Decken und hunderte Generatoren.

Trump teilte auf seinem Kanal mit, dass seine Regierung mit den lokalen Behörden in Kontakt stehe.

{title && {title} } red, {title && {title} } 24.01.2026, 17:51
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