Wien

Mord-Alarm im Gemeindebau! "Jeder, der kann, zieht aus"

Eine 57-Jährige wurde am Dienstag in ihrer Wohnung leblos aufgefunden. "Heute" weiß mehr über die Zustände in dem Ottakringer Gemeindebau. 
Christian Tomsits
06.04.2023, 19:38
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Nachdem der 53-jährige Lebensgefährte der Frau seiner Mutter in einer Nachricht mitgeteilt hatte, dass sich die 57-Jährige nicht mehr bewegen würde, alarmierte die Mutter die Polizei. Um den Sachverhalt aufzuklären, fuhr eine Funkwagenbesatzung des Stadtpolizeikommandos Ottakring zum Haus im 16. Wiener Gemeindebezirk.

Vor Ort angekommen machten die Beamten einen schrecklichen Fund: Die Frau gab keine Lebenszeichen mehr von sich – sofort wurden Erste-Hilfe- und Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet, sowie die Berufsrettung verständigt. Schlussendlich konnte nur mehr der Tod der 57-Jährigen festgestellt werden. "Heute" weiß nun mehr über die Zustände an dem Ort des mysteriösen Leichenfundes. 

"Alles wird hier immer ärger"

Der Lebensgefährte der Frau wurde aufgrund der festgestellten Verletzungen festgenommen. Noch vor Ort führten die Beamten einen Alkovortest durch. Dieser schlug an, weswegen die Vernehmung des Tatverdächtigen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wurde. Der Mann bestritt in seiner Aussage am Donnerstag, etwas mit dem Tod der Frau zu tun zu haben. Nach der Vernehmung wurde er daher wieder auf freien Fuß gesetzt – mehr dazu hier

Ob das Schädel-Hirn-Trauma der Frau vorsätzlich oder durch einen Unfall herbeigeführt wurde, ist aktuell noch nicht vollends geklärt, eine erste Obduktion kann die Unfallversion des Verdächtigen nicht ausschließen. "Heute" war vor Ort und sprach mit Nachbarn des Paares.

Diese schildern fragwürdige Zustände in dem Gemeindebau: Das Haus sei zwar vor einigen Jahren renoviert worden, ohne jedoch zu Verbesserungen zu führen, moniert eine Mieterin: "Das hat aber nix gebracht. Alles wird hier immer ärger. Jeder, der kann, zieht aus".

Die Wohnung, in der die 57-Jährige ihr Leben ließ, ist eine Garconniere. Eine Nachbarin meint: "Die Mieter hier sind schlecht, weil es ein Sozialbau ist". Und weiter: "Wir machen hier was mit, es wird immer ärger". Bereits vor zehn Jahren soll es in derselben Stiege zu einem Polizei-Großeinsatz gekommen sein. Damals wurde ein illegales Waffenlager ausgehoben. 

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