Eigentlich sollte der mutmaßliche Täter, der in Wr. Neustadt auf einem Parkplatz einen Landsmann mit drei gezielten Schüssen niedergestreckt haben soll, zeitnah ausgeliefert werden, doch jetzt wurde diese aufgeschoben. Grund ist ein weiteres Verfahren in Ungarn gegen den Mann.
Die Übergabe sei aufgeschoben, bis ein Verfahren in Ungarn gegen den Mordverdächtigen wegen des Mitführens einer Schusswaffe – der mutmaßlichen Tatwaffe – abgeschlossen ist, sagte Silke Pernsteiner von der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt am Freitag gegenüber orf.at.
Wie berichtet soll es in der Nacht auf Sonntag am Parkplatz eines Kinokomplexes in Wr. Neustadt zu einem Streit zwischen zwei Männern aus dem Milieu gekommen sein. Ein 42-jähriger, türkischer Staatsbürger soll daraufhin eine Faustfeuerwaffe gezogen und mehrmals auf den Landsmann geschossen haben.
Der Schütze setzte sich in seinen Pkw und raste über die ungarische Grenze. Doch die Exekutive war dem Verdächtigen rasch auf den Fersen, hatte schnell die richtige Spur nach Osteuropa und konnte den mutmaßlichen Schützen noch am Sonntag in Ungarn festnehmen - mehr dazu hier.