Mord Ebergassing: 3 Tage Prozess und ein Alibi

Am 15., 17. und 22. Oktober muss Tamara B. (43) in Korneuburg vor Gericht: Sie soll Hedwig S. (64) erschlagen haben. Aber: Die 43-Jährige hat laut Anwalt ein "Alibi".

Am 22. Jänner soll die dreifache Mutter Tamara B. (43) mit einem Hammer ihre Freundin Hedwig S. (64) in deren Wohnung in Ebergassing (Bezirk Bruck) erschlagen haben. Mutmaßliches Motiv laut Anklage: Geld, konkret 11.000 Euro aus dem Möbeltresor.

Die Tatwaffe, Geld und Tresor wurden jedoch nie gefunden, die Staatsanwaltschaft brachte dennoch Anklage ein, Anwalt Wolfgang Blaschitz (er verteidigt gemeinsam mit Astrid Wagner) legte Einspruch gegen die Mordanklage ein ("Heute" berichtete). Der Einspruch wurde jedoch vor kurzem abgelehnt.

Alibi durch Sprachnachricht

Jetzt stehen die Prozesstage am Landesgericht Korneuburg fest: 15., 17. sowie 22. Oktober. Laut Anwalt Blaschitz müsse in der Hauptverhandlung noch einiges geklärt werden. Der größte Trumpf der beiden Rechtsanwälte: Tamara B. (43) soll ein lückenloses Alibi haben. "Die Tat geschah laut Polizei zwischen 15 und 18 Uhr. Um exakt 15.20 Uhr schickte meine Mandantin eine Sprachnachricht an ihren Lebensgefährten. Da ist deutlich zu hören, dass sie mit ihrem Kind unterwegs war und nicht gerade einen Mord ausführt", so Blaschitz und Wagner unisono. Die Polizei hält vom "Alibi" gar nichts, ist sicher, dass Tamara B. die Täterin ist.

Tamara B. hatte schon 2009 bei einem Postraub in Klosterneuburg (Tulln) die Filialleiterin lebensgefährlich verletzt, wurde gefasst, verurteilt und enthaftet ("Heute" berichtete).

Den mutmaßlichen Mord an Hedwig S. bestreitet Tamara B. indes vehement - mehr dazu hier. Entscheiden müssen im Oktober schlussendlich die Geschworenen. (Lie)

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