Mordalarm in Wien – Frauenleiche im Keller versteckt

In einem Gemeindebau in der Wiener Brigittenau machten Kriminalbeamte eine schreckliche Entdeckung: Eine Frauenleiche lag in einem Kellerabteil. 

Bereits am 19. November, also vor 10 Tagen, riss der Kontakt zwischen einer Wienerin und ihrer 60-jährigen Mutter komplett ab. Krank vor Sorge kontaktierte die Tochter zwei Tage später die Wiener Polizei. Beamte begangen daraufhin sofort mit ihren Ermittlungen und fuhren auch zu der Wohnadresse der vermissten Wienerin.

In dem Gemeindebau konnten die Polizisten allerdings weder in der Wohnung selbst, noch im Kellerbereich Auffälligkeiten wahrnehmen. Die Leiche war laut Polizeisprecher Markus Dittrich von diversen Gegenständen völlig bedeckt und daher auch nicht sichtbar. Somit übergaben die Beamten den Fall an die Kriminalpolizei.

Die wichtigsten Nummern gegen Gewalt auf einen Blick:

Polizei-Notruf: 133

Euro-Notruf: 112

24-Stunden-Frauennotruf der Stadt Wien: 01/71719

Frauenhaus-Notruf: 05 77 22

Spürhund fand versteckte Frauenleiche

Die Kripo startete in weiterer Folge intensive Ermittlungen zu dem Verschwinden der 60-jährigen Wienerin. Im Zuge dessen gab es am Dienstagvormittag gegen 10.45 Uhr eine weitere Nachschau an der Wohnadresse der Vermissten. Diesmal nahmen die Polizisten einen Spürhund mit. Dieser schlug auf seiner Suche im besagten Kellerabteil sofort an und fand dabei die Frauenleiche. Ein Notarzt konnte allerdings nur noch den Tod der Frau feststellen.

In den nächsten Tagen soll die gerichtmedizinische Obduktion weitere Antworten zur genauen Todesursache, als auch zur Identität klären. Die Polizei geht derzeit allerdings von Fremdverschulden aus.

Tote wohnte mit Tatverdächtigem (64)

Als tatverdächtig gilt der 64-jährige Lebensgefährte der Wienerin. Derzeit fahndet die Polizei nach dem kanadisch-iranischen Staatsbürger – er befindet sich offensichtlich auf der Flucht. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

Wie Polizeisprecher Markus Dittrich gegenüber "Heute" bestätigte, waren beide an der Adresse gemeldet und wohnten dort auch zusammen. Weitere Hintergründe zu dem Femizid sind derzeit Gegenstand von intensiven Ermittlungen des Landeskriminalamts Wien. 

Schockierendes Detail: Bei dem Gewaltverbrechen handelt es sich um den 30. Frauenmord im heurigen Jahr. Erst vor kurzem soll ein Österreicher seine Freundin in Tirol getötet haben. Zuvor wurde eine Rumänin in Kärnten mit einem Holzschläger totgeprügelt.

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