Steiermark

Mordalarm nach Feuer – Geheimnis um Tatwaffe gelüftet

Neue Details zum mutmaßlichen Brand-Mordfall rund um eine Frau in der Steiermark: Das Opfer starb an inneren Blutungen. Auch die Tatwaffe steht fest.
Nikolaus Pichler
09.02.2022, 11:08

Wie die Polizei am Mittwoch bekanntgab, wurde das 41-jährige Opfer erstochen. Die Ermittler sprechen von "einer hohen Anzahl" an Stichverletzungen. "Diese Verletzungen führten zu einer inneren Verblutung der Frau", heißt es zudem von der Polizei. Auch die Frage zur Tatwaffe dürfte nun geklärt sein. Aus Sicht der Ermittler benützte der Täter "mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Schere als Tatwaffe". Kriminalisten stellten die vermeintliche Tatwaffe im näheren Umfeld des Tatortes sicher.

Für die Ermittler gilt ein Rumäne (23) aus dem Bahnhofs-Millieu als dringend tatverdächtig. Zivilpolizisten konnten den 23-Jährigen am Dienstagabend beim Grazer Hauptbahnhof festnehmen. Daraufhin konnten die Beamten auch Spuren an seiner Kleidung sichern. Am Mittwoch soll der Rumäne einvernommen werden. Dabei geht es vor allem um ein mögliches Motiv und um den Sachverhalt. Aktuell befindet sich der Mann im Polizeianhaltezentrum in Graz. 

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Leichenfund nach Brand in Wohnung

Ein Nachbar der 41-jährigen Mieterin der Wohnung hatte am Montag gegen 11.00 Uhr im vierten Stock eines Mehrparteienhaus in der Waagner-Biro-Straße Brandgeruch wahrgenommen. Der Mann verständigte über den Notruf die Einsatzkräfte und sah selbst in der Wohnung nach, deren Tür unversperrt gewesen war.

Die wichtigsten Nummern gegen Gewalt auf einen Blick:

Polizei-Notruf: 133

Euro-Notruf: 112

24-Stunden-Frauennotruf der Stadt Wien: 01/71719

Frauenhaus-Notruf: 05 77 22

Die Polizei fand wenig später die tote Frau. Ein großer Brand soll es nicht gewesen sein, wie ein Polizeisprecher sagte. Das Feuer dürfte in der Nacht auf Montag ausgebrochen, dann aber wohl mangels Sauerstoff erloschen sein. Die 41-Jährige hatte alleine gelebt, war beschäftigungslos gewesen und hatte keine Kinder.

Die 41-jährige Wohnungsmieterin hatte deutliche Spuren massiver Gewalteinwirkung am ganzen Körper aufgewiesen, was auch durch die Obduktion am Montagnachmittag bestätigt worden war. Es soll sich bei der Wohnung beim Hauptbahnhof um einen Messie-Haushalt handeln.

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