Wien

Am Dienstag "von früh bis spät" Mega-Protest in Wien

"Von früh bis spät", "bei U-Bahn-Stationen und anderen belebten Plätzen in allen Bezirken", wird morgen eine Corona-Protestaktion in Wien angekündigt.
Rene Findenig
31.01.2022, 12:59

Die Wiener FPÖ ruft am 1. Februar zu Protesten gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung in ganz Wien auf. "Es wird am Dienstag von früh bis spät Verteilaktionen bei U-Bahn-Stationen und anderen belebten Plätzen in allen Bezirken der Stadt geben", so der nicht amtsführende FPÖ-Stadtrat Dominik Nepp und FPÖ-Gemeinderat Maximilian Krauss. Die Freiheitlichen vermuten, dass Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) plane, die Lockerungen der Regierung nicht umzusetzen.

Konkret fordert die FPÖ, dass die 2-G-Regelung im Handel, die Impfpflicht, die "Zwangstests an Schulen" und die Quarantäne-Regeln für positiv Getestete "unverzüglich fallen" sowie "die PCR-Testungen bei Menschen ohne Symptome sofort gestoppt" werden sollen. Man wolle "eine Rückkehr zur Normalität". Ein Festhalten an eigenen Corona-Regeln, wie sie der Wiener Bürgermeister bereits angedeutet hat, "wäre reine Willkür", attestiert Nepp in einer Aussendung der Freiheitlichen.

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Wien will weiter eigenen Weg gehen

Zudem wolle er eine "vollkommene Offenlegung seines Beraterstabs, um etwaige Naheverhältnisse zur Pharmaindustrie zu klären". Eindeutig gegen eine Lockerung zog bereits Wiens Bürgermeister Michael Ludwig Position: "Wir befinden uns gerade mitten in der Omikron-Welle mit täglich neuen Rekordzahlen an Infektionen und haben den Höhepunkt dieser Welle noch nicht erreicht. Es ist daher der falsche Zeitpunkt, um Lockerungsschritte anzukündigen!", gab er bekannt.

Die Bundesregierung dagegen will stufenweise öffnen. Die erste Maßnahme, die beendet wird, ist die heftig kritisierte Sperrstunde, mit 5. Februar soll Gastro-Genuss zumindest wieder bis 24 Uhr möglich sein und 50 Personen sollen zu Veranstaltungen dürfen. Ab 12. Februar soll 2G im Handel fallen, die FFP2-Maskenpflicht wird aber aufrecht bleiben. Für die Regierung sei dann 3G in Gastronomie und Tourismus ab 19.2. "wieder ausreichend". Gleichzeitig tritt im Februar aber die generelle Impfpflicht in Kraft.

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