Wirbel um Bauvorhaben

Moschee-Zoff in Dornbirn – Stadt lehnt Entwurf ab

Der geplante Bau einer neuen Moschee sorgt für Aufregung in Dornbirn. Die Stadt stellte sich gegen den Vorentwurf des islamischen Vereins ATIB.
Newsdesk Heute
05.08.2026, 13:17
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In Dornbirn (über 52.000 Einwohner) leben rund 6.000 Muslime. Diese sollen nun eine neue Moschee bekommen. Doch das Bauvorhaben sorgt für Spannungen zwischen dem islamischen Verein ATIB und der Stadt. Demnach wurde ein erster Vorentwurf der Moschee von den Verantwortlichen Dornbirns abgelehnt.

In der vorliegenden Form sei das Projekt "weder darstellbar noch umsetzbar", wird Bürgermeister Markus Fäßler (SPÖ) von dem "Kurier" zitiert. Für einen Bau fordert die Stadt einen projektbegleitenden Dialog und einen Architekturwettbewerb – der islamische Verein sei "not amused".

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Sonderwidmung notwendig

Laut dem Plan würde die Moschee "deutlich größer" sein als das bisherige Gebetshaus. Sie soll 400 Personen Platz bieten. Des Weiteren sieht das Bauvorhaben eine Stele vor. Hier sehe Stadtplaner Martin Assmann ein Problem. Hinsichtlich sakraler Symbole verlange die Stadt einen zurückhaltenden Ansatz.

Für den Architekturwettbewerb, den die Stadt fordert, soll bis Jahresende eine Jury zusammengestellt werden. Sie soll aus Vertretern von ATIB, Nachbarn oder Vertretern aller politischen Fraktionen bestehen. Laut dem Bürgermeister könne eine Moschee mit Kulturzentrum "nur im Konsens mit der Bevölkerung" gebaut werden.

Zudem sollen die Räumlichkeiten künftig auch für Sprachkurse sowie Bildungs- und Integrationsangebote genutzt werden. Demnach müsse die Moschee einen gesellschaftlichen Mehrwert bieten. Außerdem sei für den Bau wegen der Größenordnung eine Sonderwidmung notwendig. Diese müsse durch die Dornbirner Stadtpolitik beschlossen werden.

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