Mückstein hat bei Protest "Gefährdungsanzeige" erhalten

Die "Offensive Gesundheit" übermittelte am Freitag (10.12.2021) eine "Gefährdungsanzeige" an das Gesundheitsministerium.
Die "Offensive Gesundheit" übermittelte am Freitag (10.12.2021) eine "Gefährdungsanzeige" an das Gesundheitsministerium.Video3
Das Protest-Kollektiv von der "Offensive Gesundheit" hat vor dem Gesundheitsministerium in Wien eine "Gefährdungsanzeige" angebracht. 

Die "Offensive Gesundheit" hat am Freitag in einer Protestaktion eine "Gefährdungsanzeige" zur Überlastung des Gesundheits- und Pflegesystems an die Behörden und damit an Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein übergeben. Die Vertreterinnen und Vertreter der "Offensive Gesundheit" warnen darin, dass "eine ausreichende Versorgung der Bevölkerung unter den gegenwärtigen Umständen nicht mehr garantiert werden kann".

Bei der "Offensive Gesundheit" handelt es sich um einen Zusammenschluss von Gewerkschaft, Ärzte- und Arbeiterkammer. Die "Anzeige" wurde in einem Rettungswagen geliefert und ist ein großes Transparent, auf dem diese zu lesen war. "Es ist unsere Pflicht, Sie, Herr Bundesminister Dr. Mückstein, und die gesamte Bundesregierung durch diese Gefährdungsanzeige darauf hinzuweisen, dass durch Ihr Nichtstun die Gesundheitsversorgung und Langzeitpflege kollabiert und Patientinnen und Patienten sowie Bewohnerinnen und Bewohner in höchstem Ausmaß gefährdet sind", so die "Offensive Gesundheit". 

"Sicherheit des Personals massiv gefährdet"

Auch wenn alle Berufsgruppen des Gesundheitswesens mehr als ihr Möglichstes geben, werde es laut "Offensive Gesundheit" durch die gegenwärtig belastenden Arbeitssituationen zu Fehlern und Gefährdungen kommen: "Die Sicherheit und die Gesundheit des Personals sind unter den bestehenden Arbeitsbedingungen massiv gefährdet!" Das zeigten gemäß "Offensive Gesundheit" auch die Resultate diverser repräsentativer Umfragen.

Die Belastungen haben aus Sicht der Offensive gravierende Auswirkungen auf die Versorgung von kranken und pflegebedürftigen Menschen in Österreich, sodass es dem Gesundheitspersonal trotz seiner Gewissenhaftigkeit, dem außerordentlichen Einsatz und unter Belastung seiner eigenen Gesundheit "nicht mehr möglich ist, eine ausreichende, geschweige denn optimale, Versorgung der Bevölkerung zu garantieren".

"Wir fordern Bundesminister Mückstein und die Bundesregierung auf, in Abstimmung mit den Ländern die seit Jahren überfälligen Reformen sofort einzuleiten und die dafür notwendigen finanziellen Mittel sicherzustellen!", so die Aktivisten  abschließend. 

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