Mühlviertler Dreifach-Mama starb vor Augen ihres Sohnes

Kerzen an der Unfallstelle erinnern an den tragischen Unfall von Sandra P.
Kerzen an der Unfallstelle erinnern an den tragischen Unfall von Sandra P.Matthias Lauber
Der tragischer Unfall einer Mutter bewegt. Die 40-jährige Sandra P. wurde am Rad von einem Pkw-Lenker angefahren, ihr Sohn (17) sah alles mit an.

Freitagabend war es bei Engerwitzdorf (Bez. Urfahr-Umgebung) zum tödlichen Unfall gekommen. Wie die Polizei berichtete, war die 40-jährige Sandra P. mit dem Rad auf der Engerwitzdorfer Landesstraße unterwegs. Neben ihr joggte am Gehsteig ihr 17-jähriger Sohn. Die Dreifach-Mama war eigentlich gut sichtbar, trug am Helm Rückstrahler und auch das Rad war beleuchtet. Doch ein 20-jähriger Autolenker dürfte sie trotzdem übersehen haben. 

Er erfasste Sandra P. mit dem Wagen. Sie prallte mit voller Wucht gegen die Windschutzscheibe und wurde auf den Gehsteig geschleudert. Der junge Autolenker, selbst Rettungssanitäter, stieg sofort aus und leistete Erste Hilfe. Aber trotz all der Wiederbelebungsversuche von Rettung und Notarzt erlag Sandra P. noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen.

"Wenn so eine junge Mutter wie Sandra plötzlich nicht mehr da ist, versteht man die Welt nicht mehr."

Ihr 17-jähriger Sohn konnte alles nur hilflos mit ansehen. Sandra P., die bei einem Pflegedienst gearbeitet hat, hinterlässt neben ihrem ältesten Sohn auch zwei kleine Kinder im Volks- und Mittelschulalter sowie ihren Gatten. 

Wenige Tage nach dem tragischen Unfall ist der Schock weiter groß in der Heimatgemeinde von Sandra P. "Der Unfall ist noch frisch, es hat gedauert, bis wir alle wieder einen klaren Gedanken fassen konnten. Wenn so eine junge Mutter wie Sandra plötzlich nicht mehr da ist, versteht man die Welt nicht mehr", zeigt sich Gisela Gabauer, Bürgermeisterin von Gallneukirchen, im Gespräch mit den OÖN tief betroffen. 

Alle helfen zusammen

Die Hilfsbereitschaft in der Gemeinde ist groß. Abwechselnd würden Onkeln, Tanten und Nachbarn auf die Kinder aufpassen. Auch sie selbst habe als Nachbarin der Familie bereits ihre Hilfe angeboten.

Sandra P. war für ihre hilfsbereite und lebensfrohe Art bekannt. "Ihr Haus stand immer für andere offen, jeder war herzlich willkommen", sagt Gisela Gabauer. "Sandra war stets zur Stelle, wenn jemand Hilfe brauchte. Im Gegenzug sind jetzt alle für ihre Familie da, jeder möchte etwas an Dankbarkeit zurückgeben", wird die Bürgermeisterin in den OÖN zitiert.

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