Mühlviertler drohte, LH am Hauptplatz aufzuhängen

Der Beschuldigte soll auf Postkarten gedroht haben, Oberösterreichs Politspitze am Hauptplatz in Linz aufzuhängen.
Der Beschuldigte soll auf Postkarten gedroht haben, Oberösterreichs Politspitze am Hauptplatz in Linz aufzuhängen.Daniel Scharinger / picturedesk.com
Ein Mühlviertler (64) soll gedroht haben, wegen der Corona-Maßnahmen Oberösterreichs Polit-Spitze aufzuhängen. Jetzt steht er vor Gericht.

Seit rund einem Jahr ist die Corona-Pandemie mittlerweile unser ständiger Begleiter. Mit Abstand halten, Maskenpflicht und Schnelltests wird versucht, die Ausbreitung, so gut es geht, zu verhindern.

So manch einer will sich mit den getroffenen Maßnahmen der Regierung aber nicht anfreunden. Bei einem 64-Jährigen aus Ottensheim (Bez. Urfahr-Umgebung) ging die Abneigung sogar soweit, dass er eine Postkarte an Oberösterreichs Polit-Spitze schickte. Adressaten waren LH Thomas Stelzer, Vize Christine Haberlander (beide ÖVP) und Bildungsdirektor Alfred Klampfer. Der Inhalt bringt ihn nun vor das Linzer Landesgericht.

Vor allem die Corona-Tests bei Kindern waren dem Mühlviertler ein Dorn im Auge. Deshalb schrieb er laut Anklage folgende Zeilen auf die Karte: "Sollten Kinder einen Test machen müssen, fangen wir uns die drei Genannten und hängen sie vor dem Volk am Hauptplatz auf."  

Auch die Polizei bekam Post

Wie die Staatsanwaltschaft bestätigt, blieb es aber nicht bei der einen Karte. Auch der Linzer Stadtpolizeikommandant Karl Pogutter bekam Post des Mühlviertlers. Darauf stand laut Anklage geschrieben: "Die Polizei und die BH verhalten sich wie die Gestapo unter Hitler." 

Und gegenüber einer Firma in seinem Heimatort soll er ebenfalls seinen Unmut via Post übermittelt haben. Dabei habe er sich über den LKW-Verkehr im Ortsgebiet beschwert. Konkret soll er gedroht haben, einen Lkw-Fahrer zu stoppen und ihn in der Fahrerkabine anzubinden.

Der Beschuldigte zeigt sich zu den Vorwürfen geständig. Sein Motiv: Die Corona-Politik und die herrschenden Missstände in Österreich hätten ihn massiv gestört. Darauf habe er hinweisen wollen.

Am Freitag muss sich der Angeklagte im Linzer Landesgericht wegen Nötigung und übler Nachrede verantworten. Ihm droht bei einer Verurteilung bis zu einem Jahr Haft.

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