6 Verletzte bei Explosion, 60-Jähriger wird vermisst

Lenger, Einsatzdoku
Fünf Verletzte forderte eine Explosion in Langenzersdorf: Seit Mittag wird der Schuttkegel abgegraben und nach etwaigen Vermissten gesucht.

Wie nach einem Bombenangriff sieht das Mehrparteienhaus in der Schulstraße in Langenzersdorf (Bezirk Korneuburg) aus: Eine Spezialbagger-Führer gräbt nun in Langenzersdorf (Korneuburg) Stück für Stück den Schuttkegel ab. "Es besteht nach wie vor massive Einsturzgefahr. Daher wird nun sukzessive der Schuttkegel abgetragen und nach etwaigen Verschütteten gesucht. Die Angelegenheit wird natürlich längere Zeit in Anspruch nehmen", so Feuerwehr NÖ-Pressechef Franz Resperger zu Mittag zu "Heute". 

Zwei Wohnungen Totalschaden

Der Brand ist mittlerweile im Großen und Ganzen gelöscht. "Es gibt noch einige Nachlöscharbeiten zu verrichten", so Franz Resperger weiter.

Am Freitag kurz nach 7.30 Uhr hatte es einen Knall in der Schulstraße in Langenzersdorf gegeben.  Zwei Wohnungen, eine im dritten und eine im vierten Stock, wurden durch eine Explosion völlig zerstört, einige weitere Apartments wurden beschädigt. Im Mehrparteienhaus wohnen rund 60 Menschen. Die Bilanz zu Mittag: Fünf Leicht- und ein Schwerverletzter - mehr dazu auch hier und hier. Alle Verletzten wurden in umliegende Spitäler gebracht.

Suche die ganze Nacht

Eine Person, laut Polizei ein 60-jähriger Mann, wird noch vermisst. Laut Exekutive ergab eine Handyortung, dass das Gerät zum Zeitpunkt der Explosion im Bereich des Schadensraums eingeloggt war. Ob diese Person unter dem Schuttkegel begraben ist, wird sich in den nächsten Stunden zeigen.

Stefan Januschek, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr meinte um 17 Uhr: "Wir suchen weiterhin nach dem Vermissten. Der Einsatz wird sicherlich die ganze Nacht dauern."

Triagezelt

Rund 150 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, die Wiener Berufsfeuerwehr, ein Schallortungsteam der Wiener Wehr, Suchhunde, ein Polizeihelikopter, Dutzende Exekutivbeamte, zwei Notarzthubschrauber, mehrere Notarztwagen und zahlreiche Rettungswagen - Rotes Kreuz, Samariterbund und Wiener Berufsrettung - waren vor Ort. Die Wiener Berufsrettung baute vorsorglich ein Triagezelt auf. Rund zehn Betroffene sind im Gemeindesaal Langenzersdorf untergebracht und werden dort betreut.

Aktuell geht die Polizei von einer Gasexplosion aus, die genaue Ursache wird jetzt vom Landeskriminalamt ermittelt. Das Areal wurde großräumig abgesperrt, auch umliegende Häuser wurden in Mitleidenschaft gezogen, herumfliegende bzw. herunterfallende Teile und Trümmer zerstörten auch Autos. Ein Seat etwa ist ein Totalschaden.

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