Dabei brachte Sadio Mane den dominant auftretenden deutschen Serienmeister in der 29. Minute noch in Front, griffen die Münchner nach dem dritten Sieg unter dem neuen Trainer Thomas Tuchel. Doch es kam anders. Denn in der zweiten Halbzeit leistete Bayern keine Gegenwehr, Ludovic Ajorque (65.), Leandro Barreiro (73.) und Aaron Martin drehten die Partie zugunsten der Gastgeber. Und die Bayern lagen am Boden. Durch Dortmunds 4:0-Kantersieg gegen Oliver Glasners Frankfurter musste Bayern auch die Tabellenführung abgeben.
Nach dem Aus im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Freiburg und dem Scheitern im Viertelfinale der Champions League gegen Manchester City könnten die Münchner nun die letzte verbliebene Titelchance leichtfertig vergeben haben.
Am "Sky"-Mikrofon rang Bayern-Urgestein Thomas Müller deutlich um Worte, begann Sätzen, ohne diese zu beenden. "Ich habe keine Erklärung", musste Müller schließlich zugeben. "Ich bin überhaupt nicht gelassen, ich bin etwas ratlos, wie es zu dieser Situation kommt. Diese ganzen Nackenschläge der letzten Wochen – es ist die dritte Führung der letzten Wochen, die wir aus der Hand geben. Es ist nicht so, dass wir die Situation nicht begreifen. Auf einmal steht es 3:1. Und heute haben wir nicht die Energie gehabt, um zurückzukommen. Das 3:1 hat uns das Genick gebrochen, da konnten wir auch die Rückschläge der letzten Wochen nicht verkraften", analysierte der 33-Jährige ehrlich.
Müller kehrte zwar in die Startaufstellung zurück, konnte aber auch den Umschwung nicht einleiten. Nun sind die Bayern auf Schützenhilfe angewiesen, liegen einen Punkt hinter Borussia Dortmund und haben es nicht mehr selbst in der Hand. Am 30. April geht es nun gegen Schlusslicht Hertha Berlin. Da muss ein Pflichtsieg her.