Premiere am 9. Mai

Musicalstar wird wieder zur Frau – und 13 Personen mehr

In "Amanda - The Night Before Me" vspielt Drew Sarich im Theater am Spittelberg eine Transfrau in verschiedenen Lebensphasen, sowie ihre Familie.
Sandra Kartik
05.05.2026, 06:00
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Es ist die vielleicht größte Herausforderung seiner Schauspielkarriere: In "Amanda - The Night Before me" ist der beliebte Musicalstar Drew Sarich in 14 Rollen zu sehen. "Ich spiele Amanda unter anderem als kleines Kind, als Erwachsene, ihre Eltern und ihre Kinder", beschreibt der Wahl-Wiener mit amerikanischen Wurzeln im "Heute"-Gespräch.

Die englische Fassung des Erfolgsmusicals "Ein wenig Farbe" von Rory Six feiert am 9. Mai Premiere im Theater am Spittelberg, wo man den intimen Rahmen bewusst ausgewählt hat. "Es ist ein emotionales Klettergerüst. Es macht großen Spaß, aber es ist manchmal verwirrend für mich – wer bin ich gerade, wo stehe ich, was habe ich zu sagen", beschreibt Sarich die Proben.

Weibliche Rollen

Die Geschichte des Stücks ist eine höchst emotionale: Sie schildert die Selbstfindungsreise von Amanda und ihre Transformation zur Frau. In unterschiedlichen Formen ist die weibliche Rolle für Sarich zuletzt vertrautes Terrain gewesen. In "La Cage aux Folles" in der Volksoper und demnächst in Mörbisch verkörpert er als Albin, bzw. Zaza "einen Mann, der immer wieder in eine Rolle als Performer schlüpft". Im Rock-Musical "Hedwig and the Angry Inch" im Vindobona stand er ebenfalls als Frau – neben seiner Ehefrau Ann Mandrella, die einen Mann gab – auf der Bühne. "Da war ich ein Junge, der gezwungen wird, sich umoperieren zu lassen, für das, was damals als Liebe verstanden wurde".

Bei "Amanda - The Night Before Me" erzählt der 50-Jährige wiederum "die Geschichte einer Transfrau, die sich selbst entdeckt und es wagt, in den Spiegel zu schauen und zu sagen: das bin ich." Das Berührende für ihn: "Sie kommt wahnsinnig spät drauf, wer sie wirklich ist. Es geht auch um verpasste Chancen."

Sarich hält fest: "Es ist so inspirierend, eine Frau wie Amanda zu zspielen, die Fehler gemacht hat. Es ist mir wichtig zu zeigen, dass sie kein Opfer ist, sondern, dass sie selbst dazu beigetragen hat, dass es Probleme gab." Für den Musicalstar ist es "ein Marathon", aber auch "eine richtige Liebesarbeit geworden."

{title && {title} } sk, {title && {title} } 05.05.2026, 06:00
Mehr zum Thema
Jetzt E-Paper lesen