CL-Finale, dann großer Fall

Muslic-Star über dunkle Phase: "Habe mich gequält"

Loris Karius war einer der Garanten für Schalkes Rückkehr in die Bundesliga. Doch der Schützling von Miron Muslic erlebte bereits ganz andere Zeiten.
Sport Heute
24.07.2026, 08:43
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Vom tragischen Helden im Champions-League-Finale zum Aufstiegshelden auf Schalke: Loris Karius blickt auf eine Karriere mit extremen Höhen und Tiefen zurück.

Nach seinen folgenschweren Patzern bei Liverpools 1:3-Niederlage gegen Real Madrid im Endspiel der Königsklasse 2018 stürzte der heutige Muslic-Schützling in ein tiefes mentales Loch. Nun spricht der 33-Jährige erstmals offen über diese schwierige Zeit.

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Im Interview mit der Funke Mediengruppe schildert Karius, wie sehr ihn die Ereignisse belasteten. "Ich habe mich zum Teil gequält, zur Arbeit zu gehen und habe nur versucht, den Tag einigermaßen normal zu Ende zu bringen", erzählt der Torhüter.

"Spaß am Fußball verloren"

"Bis zu diesem Zeitpunkt ging es in meiner Karriere nur steil bergauf, dann bin ich plötzlich krachend abgestürzt – bis ganz nach unten", sagt der Deutsche über die Zeit nach dem verhängnisvollen Finale.

Nach seinem Abschied aus Liverpool wechselte Karius zu Besiktas Istanbul. Dort erreichte seine Krise ihren Tiefpunkt.

"Es war extrem hart, auch weil ich mit damals Mitte 20 als Persönlichkeit noch nicht so gefestigt war wie heute. Und ganz ehrlich: In dieser Phase habe ich den Spaß am Fußball verloren. Ich hatte keine Lust mehr zu trainieren, hatte keine Lust mehr zu spielen."

Neustart unter Muslic

Es folgten Stationen bei Union Berlin und Newcastle, zwischenzeitlich war Karius sogar vereinslos. Den Weg aus der Krise musste der ehemalige Liverpool-Keeper schließlich selbst finden.

Die Wende gelang mit dem Wechsel zu Schalke 04. Unter Trainer Miron Muslic fand Karius zu seiner alten Stärke zurück und war einer der wichtigsten Bausteine beim Bundesliga-Aufstieg der "Knappen".

Besonders die Heimspiele auf Schalke haben es dem 33-Jährigen angetan: "Wer kann schon von sich behaupten, jede zweite Woche vor 60.000 Fans zu spielen? Das schaffen ansonsten nur absolute Superstars aus der Musikbranche – das muss man sich immer wieder vor Augen führen."

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