Das Stadtbild in Wien und auch sonstigen Großstädten hat eines gemein: Größere Wohnkomplexe mit mehreren Parteien und somit zwangsläufigen Begegnungen in engen Stiegenhäusern und Liftkabinen. Was tun also, wenn der Nachbar plötzlich Corona-positiv ist, oder es mich selbst betrifft?
Man könnte annehmen, dass mittlerweile alle Fragen zu Corona beantwortet sind. So ist es allerdings leider nicht. Immer wieder kommen neue Eventualitäten aufs Tablett, die wir doch gerne beantwortet wüssten:
Hierzu gibt es eine einfache Antwort: Nein! Solltest du den an Corona erkrankten Nachbarn nicht wesentlich intensiver als bei einem höflichen "Grüß Gott" im Stiegenhaus begegnet sein, so ist die Ansteckungsgefahr (man beachte die 15-Minuten-Regel) sehr gering. In der Regel würde dich auch dein Nachbar bei beispielsweise vermehrten Tratschereien als Erstkontakt (K1) angeben und du würdest in jedem Fall getestet werden - hierzu gibt es aber keine pauschale Antwort, da jeder Corona-Fall laut der Gesundheitsbehörde individuell bewertet wird.
Hier gilt wieder die Antwort: Nein! Du musst keine Nachricht an deine Nachbarn versenden, oder einen Zettel ans schwarze Brett im Stiegenhaus pinnen. Eine Mitteilungspflicht über deine Erkrankung obliegt nur dir und deinem Gewissen, laut dem medizinischen Krisenstab. Du wirst aber natürlich fachkundig im Zuge des Test-Prozederes von den Behörden befragt und dort werden dann auch weitere Schritte - wieder individuell - entschieden.