Müssen wir jetzt alle ein neues Vaterunser lernen?

Dompfarrer Toni Faber: Änderung des Vaterunsers ist eine "gute Idee".
Dompfarrer Toni Faber: Änderung des Vaterunsers ist eine "gute Idee".Bild: Andreas Tischler
Ausgerechnet 13 Tage vor Weihnachten denkt der Papst laut über eine Revolution nach: Das wichtigste Gebet der Christen, das Vaterunser, soll geändert werden.
Haben wir uns unser Leben lang verbetet? Gut möglich, wenn man den Worten des Papstes Glauben schenkt. Die Bitte "und führe uns nicht in Versuchung" sei im Deutschen "keine gute

Übersetzung", so der Papst. Denn: "Nicht Gott, sondern Satan führt Menschen in Versuchung", sagte Franziskus im italienischen TV. In Frankreich wurde das "Notre Père" daher bereits geändert, in Österreich dürfte Ähnliches bevorstehen.

Dompfarrer ist dafür

Mon dieu – bleibt in den Kirchen kein Stein auf dem anderen? "Heute" suchte in göttlicher Mission um Antworten und fragte Toni Faber: Müssen wir neu beten lernen? "Ja, ich wäre absolut für eine Änderung", meinte der Wiener Dompfarrer. Und: "Ich würde mich sehr darüber freuen, denn die bisherige Passage ist missverständlich. Gott führt uns nicht in Versuchung. Er lässt uns frei entscheiden, liebt es aber, wenn wir der Maßlosigkeit widerstehen. Logische Alternativen: "Führe uns in der Versuchung" oder "Behüte uns vor der Versuchung".

Kommt die Änderung also? Da der Heilige Vater schon seinen Sanctus gegeben hat, ist das sehr wahrscheinlich. Sollte sich bis dahin nicht noch ein Personenkomitee um Andreas Gabalier formieren, dass dagegen ansingt.

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