Zelimkhan Bakaev (25) ist ein berühmter russischer Popstar und wird vermisst. Im August verschwand er bei der Reise zu einer Hochzeit in Tschetschenien. Es wird vermutet, dass er von tschetschenischen Behörden gefoltert und getötet wurde, weil er im Verdacht steht, schwul zu sein.
Als Gegenbeweis soll ein Video dienen, das den jungen Mann angeblich in Deutschland zeigt. Menschenrechtsaktivisten halten es für eine Fälschung.
"Säuberung" von Homosexuellen
Seit Anfang April geht die tschetschenische Regierung unter Regierungschef Ramsan Kadyrow hart gegen Homosexuelle vor. Eine "prophylaktische Säuberung" soll die autonome russische Republik von Homosexuellen befreien. Homosexuelle sollen in Gefängnis-Camps schwerst misshandelt und ermordet werden. Die Regierung bestreitet die Vorwürfe.
(lu)