"Mutantos aus Tirol" marschieren durch Wiener City

Anti-Corona-Demonstranten protestieren gegen das Vorgehen der Regierung in Tirol.
Anti-Corona-Demonstranten protestieren gegen das Vorgehen der Regierung in Tirol.THOMAS KARABACZEK / APA / picturedesk.com
Eine Corona-Demo in Wiener Innenstadt sorgte für ein Verkehrschaos. Nach einer Kundgebung marschierten rund 1.000 Demonstranten los.

Angemeldet war eine Versammlung im Resselpark vor der Wiener Karlskirche. Doch als die Organisatoren die Veranstaltung für beendet erklärten, formierten sich die Teilnehmer erneut und zogen durch die Wiener Innenstadt. Dabei kam es immer wieder zu Straßensperren und Blockaden. Autofahrer mit Ziel Innere Stadt wurde geraten auf die Öffis umzusteigen.

Über 1.000 Menschen seien an dem "spontanen Marsch" beteiligt, so die Landespolizeidirektion Wien auf Anfrage von "Heute". Weil dieser friedlich und ohne Eskalationen ablaufe, lasse man die Demonstranten gewähren und werde die Versammlung "im Sinne der Verhältnismäßigkeit" nicht auflösen, erklärt ein Polizeisprecher weiter.

Man gehe aber bei Verstößen "rigoros" vor. Wer keine Maske trägt oder den Sicherheitsabstand von zwei Metern nicht einhält, wird zur Anzeige gebracht.

In Zuge des Marsches kam es aber zu teilweise bizarren Szenen. Denn offenbar war auch eine Gruppe aus Tirol angereist, um mit Landesfahne und selbstgebastelten Schildern ("Tirol steht auf") und Parolen wie "Wir sind die Mutantos aus Tirol" gegen die derzeitigen Maßnahmen gegen ihr Bundesland in Wien zu demonstrieren. Wegen der Südafrika-Mutation müssen seit Freitag alle Personen, die Tirol verlassen wollen, einen negativen Corona-Test vorlegen.

Auf Twitter kursieren dazu noch Fotos, die einen Reisebus mit Imster Kennzeichen in Wien zeigen. Mit diesem sollen die Demonstranten geschlossen angereist sein. Doch wie kann das sein? 

Die Wiener Polizei kann man die Gerüchte um die Anreise der Tirol-Demonstranten derzeit nicht bestätigen: "Zu den Ausreisebestimmungen können wir als Polizei Wien nicht kommunizieren. Grundsätzlich werden Busse, welche am Weg nach Wien waren, entsprechend kontrolliert. Eine Ausreise ist unter bestimmten Voraussetzungen – negativer Test – möglich", erklärt die Exekutive aus Twitter.

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