Mutter fleht: Baby Charlie soll daheim sterben dürfen

Das Gerangel um den todkranken Charlie Gard ist noch nicht vorbei. Die Eltern wollen ihn nun zum Sterben mit nachhause nehmen.

Nach mehr als einem halben Jahr Gerichtsstreitigkeiten haben Connie Yates und Chris Gard den Kampf um das Leben ihres todkranken Babys Charlie aufgegeben.

Charlie wird seinen ersten Geburtstag nicht erleben.

Sie geben dem Great-Ormond-Street-Hospital die Schuld, dass Charlie nicht rechtzeitig in den USA behandelt werden durfte. Die Ärzte waren überzeugt davon, dass ihm das noch mehr Leid zufügen würde.

Nun sahen auch die Eltern, die erbittert und mit großer globaler Unterstützung für die experimentelle Behandlung ihres gehirngeschädigten Sohnes gekämpft haben, ein, dass es keine Hoffnung mehr gibt.

Sie wollen Charlie in Würde sterben lassen. Doch selbst das birgt ein gewisses Konfliktpotenzial. Denn entgegen der Wünsche der Ärzte wollen die Eltern Charlie zum Sterben mit nachhause nehmen.

Dafür zieht Connie Yates nun nochmals vor den Richter. Es sei ihr "letzter Wunsch", dass Charlie noch ein letztes Bad genießen und daheim in seinem Bett einschlafen darf, in dem er noch nie zuvor gelegen hat. "Wir haben ihm jeden einzelnen Tag versprochen, dass wir ihn irgendwann mit nachhause nehmen", so die trauernden Eltern.

Die Ärzte weigern sich aber, schlagen stattdessen ein Hospiz vor.

Derzeit wird Charlie von einem künstlichen Beatmungsgerät am Leben erhalten. Sollten die Eltern ihn mit nachhause nehmen, bräuchte er ein tragbares Gerät und ein Team an Medizinern, die ihm versorgen.

Aber das Spital hat Bedenken, dass ein solches Gerät überhaupt durch die Eingangstüre des Hauses passen würde. Die Ärzte fürchten auch, dass er beim Transport unter starken Schmerzen leiden könnte oder ein "Missgeschick" passieren könnte.

Der Richter bat die beiden Konfliktparteien bereits mehrmals, sich untereinander zu einigen. Passiert das nicht, wird er gezwungen sein, eine Entscheidung zu treffen. (red)

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