Mutter soll Sohn verunreinigte Spritzen gegeben haben

Unfassbare Anschuldigung gegen eine junge Mutter in Hamburg: Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, ihren dreijährigen Sohn absichtlich krank gemacht zu haben. Sie soll ihm mit Speichel und Kot kontaminierte Substanzen gespritzt haben. Das Hamburger Landesgericht muss jetzt klären, ob sie zurechnungsfähig ist.

Immer wieder musste ein dreijähriger Bub zwischen Juni und November 2013 in Hamburg ins Spital. Seine Symptome: starke Bauchschmerzen, Fieberschübe, Blutdruckabfälle und eine unzureichende Sauerstoffsättigung. Kurzzeitig schwebte er sogar in Lebensgefahr. Die Ärzte gingen von Leukämie aus, doch dann fanden sie Flaschen mit bakterienverseuchten Lösungen.

Der schreckliche Verdacht: Die Mutter hatte dem eigentlich kerngesunden Kind absichtlich mit Speichel, Kot oder Blumenwasser verseuchte Lösungen unter die Haut oder sogar direkt in die Blutbahn gespritzt, um ihn krank zu machen.

Psychische Erkrankung schuld?

Das Motiv: Die Frau soll unter dem Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom leiden. Bei dieser psychischen Erkrankung fügen Menschen Schutzbefohlenen absichtlich Schaden zu, um Aufmerksamkeit zu erlangen. Das Gericht muss nun entscheiden, ob die Frau unzurechnungsfähig ist.

Ähnlicher Fall in den USA

Erst im Sommer hatte ein ähnlicher Fall in den USA für einen Schock gesorgt. Dort hatte , bis der Bub daran starb. Erst als es bereits zu spät war, fanden die Behörden die wahre Ursache für sein Leiden heraus. Sie wurde zu 20 Jahren Haft verurteilt.

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