Mutter und Tochter boten für Entführung 12.000 Euro

Die beiden Angeklagten, Mutter und Tochter
Die beiden Angeklagten, Mutter und TochterTrimmel Sascha
Eine Mutter und Tochter wollten ein Kind (6) nach Lettland entführen. Nach einem erfolglosen Versuch boten sie schließlich einem Bekannten viel Geld.

Zwei baltische Frauen mussten am Montag wegen Entführung und anderer Delikte vor Gericht: Die Tochter der 38-Jährigen war mit fünf Jahren aus Lettland zur Großmutter väterlicherseits ins Burgenland gekommen. Anfang Mai versuchten Mutter (38) und Oma (62), die Kleine vom Kindergarten abzuholen und dann nach Lettland zu bringen.

Kindergärtnerin rief Polizei

Doch eine Kindergärtnerin roch den Braten und rief die Polizei. Nachdem der Kidnapping--Versuch gescheitert war, sollen die Frauen einem Bekannten laut Anklage 12.000 € geboten haben. Der Auftrag an den Mann: Die Tochter außer Landes zu bringen und den Kindsvater mit Schlägen außer Gefecht zu setzen.

Nur der Bekannte informierte die Polizei und kooperierte von Beginn an mit den Beamten. Bei der geplanten Übergabe in Graz klickten schließlich die Handschellen für die beiden Osteuropäerinnen.

Teilbedingte Haft

Vor Gericht in Eisenstadt bekannte sich das Duo nicht schuldig, wurde vom Vorwurf der versuchten Körperverletzung zwar freigesprochen, fasste aber teilbedingte Haftstrafen für den Kindesentführungsversuch aus: 15 Monate teilbedingte Haft (davon ein Monat unbedingt) für die von Anwältin Astrid Wagner vertretene 62-Jährige sowie zehn Monate teilbedingt (davon ein Monat unbedingt) für die 38-Jährige (nicht rechtskräftig).

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