Mutter warnte die Polizei vor ihrem eigenen Sohn

Bei einem Amoklauf an einer High School in Florida wurden 17 Schüler getötet. Jetzt wird bekannt: Behörden hätten die Bluttat womöglich verhindern können.

Die Anzeichen für ein Versagen der Polizeibehörden rund um den Amoklauf von Florida am Mittwoch, der 17 Menschen das Leben kostete, verdichten sich.

Das FBI hatte ein Versagen im Umgang mit dem Fall des Todesschützen von Florida bereits am Freitag eingeräumt. Schon Anfang Jänner sei von einem Anrufer aus dem Umfeld des Amokläufers gewarnt worden, dass dieser möglicherweise ein Blutbad an einer Schule plane – unternommen wurde seitens der Bundespolizei allerdings nichts.

Jetzt wird klar, dass auch die Polizei im Verwaltungsbezirk Broward County, in dem der Angriff verübt wurde, vor dem mutmaßlichen Todesschützen bereits mehrmals gewarnt wurde – noch dazu von dessen eigener Mutter. Sie habe wiederholt die Polizei gerufen und wegen "Gewaltausbrüchen, Drohungen und dem selbstzerstörerischen Verhalten" ihres Sohnes um Hilfe gebeten. Das Berichtet der Nachrichtensender CNN.

FBI-Chef Christopher Wray muss indes wohl mit Konsequenzen rechnen. So forderte Floridas Gouverneur Rick Scott den Polizeiboss zum Rücktritt auf. "Siebzehn unschuldige Menschen sind tot. Einen Fehler zuzugeben, wird nicht reichen", sagt er.

Wut in der Bevölkerung

Der tragische Vorfall an der High School löst erneut eine Debatte um ein schärferes Waffengesetz in den USA aus. "Es ist unlogisch, dass ein Minderjähriger nicht trinken darf, aber ein Gewehr kaufen kann", sagt etwa May Rubiano, dessen Kind das Massaker überlebte. Das Unverständnis in der amerikanischen Bevölkerung ist groß, US-Präsident Donald Trump, der das Thema bisweilen gemieden hatte, bekommt das allmählich zu spüren.

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(Red)

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