Sorge und Ärger bei einer 33-Jährigen aus Niederösterreich: Emirhan, der Sohn der dreifachen Mutter, besucht eine Vorschule.
Am Montag, einen Tag nach seinem siebenten Geburtstag, kam Emirhan schwer zu Sturz im Garten der Schule. „Ich wurde von Lehrkräften angerufen. Die haben gelacht und gesagt, dass mein Sohn eine Platzwunde hätte. Was daran lustig war, erschließt sich mir nicht“, so die Mutter. Die gebürtige Deutsche eilte zum Unfallort, da war bereits die Rettung vor Ort.
Ihr Liebling hatte ein Cut in einer Länge von vier Zentimeter und ein Zentimeter Breite erlitten. „Er war voll Blut, hat geweint. Ich habe dann mit Lehrern und der Direktorin diskutiert. Doch die Schulleiterin drohte sofort mit der Polizei", berichtet die Mutter.
Zur Exekutive ging dann nur die 33-Jährige, erstattete Anzeige wegen des Verdachtes der Verletzung der Aufsichtspflicht. „Weil es nicht das erste Mal war“, berichtet die Mutter. Die Wunde des Buben musste im Spital mit acht Stichen genäht werden.
Die anderen beiden Kinder (Tochter 8, Sohn 9) hätten laut Mutter in einer anderen Neustädter Schule null Probleme. „Nur mein jüngster Sohn hat von Anfang an Troubles. Emirhan hat immer fünf Minuten vor der vollen Stunde aus. Vor vier Wochen war der Islamunterricht aber schon früher aus. Mein Mann holte ihn ab, war acht Minuten vor Unterrichtsende da und fand unseren weinenden Sohn rund 400 Meter weit weg von der Schule. Der Unterricht war einfach früher aus gewesen, keiner kümmerte sich um Emirhan“, so die aus Mannheim zugezogene 33-Jährige.
Die nö. Bildungsdirektion versprach auf Nachfrage, der Sache gründlich nachzugehen. "Wir haben die Schulleiterin heute nicht mehr erreicht. Wir werden am Mittwoch das Gespräch suchen", so ein Sprecher der Bildungsdirektion. Es gilt für alle Beteiligten die Unschuldsvermutung.