Muttermilch schützt vor Krankheiten

Bild: Österreichischer Stillverband

Mit dem Stillen, werden Babys nicht nur ernährt, sondern ihnen auch ein wichtiger Schutz mit auf den Weg gegeben. Rechtzeitig zur Weltstillwoche klärt der österreichische Stillverband auf.

Muttermilch ist nicht nur dazu da, das Baby zu ernähren, sondern die in der Muttermilch enthaltenen Stoffe tragen auch dazubei, dass Neugeborene vor Infektionen und Krankheiten geschützt werden. Damit aber nicht genug, denn auch für die Mutter bietet das Stillen eine einzigartige Vorsorge.

Eine wichtige und vor allem die natürlichste Sache der Welt, die dennoch immer wieder kritisiert und in ein negatives Licht gerückt wird. Um dem entgegen zu wirken wurde vor 26 Jahren die Weltstillwoche ins Leben gerufen.

Schutzring für Stillende

Stillende können sich nun vor empfindlichen oder entzündeten Brustwarzen schützen.

Weltstillwoche

Im Zuge der Weltstillwoche zwischen 01. und 07. Oktober sind einige Schwerpunktaktionen in ganz Österreich geplant. Aufklärungsplakate und Infobroschüren zu den wichtigsten Fragen rund ums Stillen liegen dann in allen teilnehmenden Arztordinationen (Kinderärzte, Gynäkologen) und Spitalsambulanzen auf. Weitere Informationen und persönliche Stillberaterinnen in der Nähe finden Sie unter www.stillen.at.

Die MamaSafe-Brustwarzenschutzringe von HSO unterstützen den Heilungsprozess von wunden Brustwarzen, die durch das Stillen verursacht werden. MamaSafe schützt die Brustwarzen vor dem Verkleben mit der Kleidung und lässt die Luft ungehindert zirkulieren.

(Preis für 5 Paar Schutzringe: 28,20 Euro)

Stillen in der Öffentlichkeit

"Immer wieder kommen Themen hoch, wo Frauen wegen des Stillens in der Öffentlichkeit oder der Dauer ihrer Stillzeit kritisiert werden, dabei haben wir es hier mit der natürlichsten Sache der Welt zu tun, die wir mit dem Verband der österreichischen Still- und LaktationsberaterInnen, dem VSLÖ, wieder in den Fokus rücken wollen", erklärt DSA Anita Schoberlechner, IBCLC und Präsidentin des VSLÖ.

Von Milchstau bis zur Frühgeburt

Anfang Oktober wird das Stillen deshalb eine Woche lang in Arztordination, Spitälern und anderen Gesundheitseinrichtungen zum Themenschwerpunkt. "Natürlich denken viele Mütter gar nicht daran, dass Stillen nicht immer auf Knopfdruck funktioniert und sind dann frustriert", so DSA Anita Schoberlechner. "Probleme wie Milchstau, wunde Brustwarzen, Unterstützung beim Anlegen, Verwendung einer Milchpumpe, Frühgeburten usw. sind Themen, mit denen wir tagtäglich zu tun haben und wo wir gerne mit unserem Wissen zur Verfügung stehen. Was wir vermeiden wollen, ist eine Frustration der Mutter und ein vorschnelles Aufgeben des Stillens. In den meisten Fällen funktioniert es nämlich nach den anfänglichen Schwierigkeiten sehr gut."

Muttermilch als Gesundheitsvorsorge

Die WHO und UNICEF empfehlen, Säuglinge mindestens in den ersten sechs Lebensmonaten ausschließlich zu stillen. Da die Muttermilch nicht nur für das Kind, sondern auch für die Mutter einen einzigartigen Schutz vor Infektionen, Allergien und Krankheiten bietet. Studien belegen, dass Frauen, die ihre Kinder gestillt haben, ein geringeres Risiko haben, an Diabetes, Brustkrebs und sogar Eierstockkrebs zu erkranken.

In einem einzigen Tropfen Muttermilch sind rund 4000 lebende Zellen zu finden, die Krankheitserreger und sogar Tumorzellen erkennen und zerstören können. Die enthaltenen Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate sind ideal für den menschlichen Säugling dosiert. Durch das Saugen an der Brust werden die Kiefermuskulatur und die Kieferknochen optimal ausgebildet. Das fördert die Sprachentwicklung und beugt Zahnfehlstellungen vor. Beim Stillen werden zudem alle Sinne angeregt: das Baby sieht, spürt, hört, riecht und schmeckt die Mutter.

Darüber hinaus spart Stillen den einzelnen Familien Geld. Dabei handelt es sich pro Monat um den nicht unwesentlichen Betrag von 100 bis 120 Euro, die nicht für industriell gefertigte Nahrung, Sauger und Flaschen ausgegeben werden müssen. (Christine Scharfetter)

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