Mysteriöse Bewegung auf dem Mond sorgt für Rätsel

Der Mond gilt eigentlich als toter, geologisch inaktiver Himmelskörper. Doch eine neue Studie hat mysteriöse Bewegungen auf dem Erdtrabanten entdeckt.

Die großen, basaltgefüllten Mondmeere und Lavahöhlen deuten darauf hin, dass vor langer Zeit aktive Vulkane auf unserem Erdtrabanten zu finden waren. Heute ist das komplette Gegenteil der Fall. Das Innere ist längst erstarrt und erkaltet. So zumindest die allgemeine Annahme.

Wissenschaftler berichten im Fachmagazin "Geology" von mysteriösen Bewegungen auf dem Mond. Hinweise darauf liefern auffällige Muster von Rissen und Steilstufen, die auch wärmer sind als die restliche Oberfläche, wie Wärmebildkameras bestätigen. Zudem liegt dort kein Mondstaub.

Magma könnte noch immer aktiv sein

Forscher der Universität Bern und der Brown University haben nun die Falten untersucht und wodurch sie verursacht wurde. Sie analysierten konkret die Infrarot-Daten der Mondoberfläche, die eine NASA-Raumsonde gesammelt hatte. Dabei fiel auf, dass die Stellen auch während der kalten Mondnacht messbar mehr Infrarotstrahlung abgeben. Das spricht dafür, dass die Verwerfungen jung und aktiv sein müssen.

Die Wissenschafter der Brown University geben an: "Das lässt uns vermuten, dass wir hier einen anhaltenden Prozess sehen, der durch Vorgänge im Mondinneren angetrieben wird." Magma im Inneren könnte also tatsächlich auch heute noch dafür sorgen, dass es zu Brüchen im Gestein kommt und die Platten auf dem Mond verschoben werden.

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