Welt

Mysteriöse Christen-Gruppe macht nun Jagd auf IS

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:04

Eine christliche, bewaffnete Bürgerwehr trat nun auf der Insel Mindanao auf den Philippinen erstmals in Erscheinung. Rund 300 Mitglieder präsentierten sich am Dienstag der Öffentlichkeit. Ziel der "Red God's Defenders" sei es, radikale muslimische Terrorgruppen wie den Islamischen Staat (IS) und die Bangsamoro Islamic Freedom Fighters (BIFF) zu bekämpfen.

Eine christliche, bewaffnete Bürgerwehr trat nun auf der Insel Mindanao auf den Philippinen erstmals in Erscheinung. Rund 300 Mitglieder präsentierten sich am Dienstag der Öffentlichkeit. Ziel der "Red God's Defenders" sei es, radikale muslimische Terrorgruppen und die Bangsamoro Islamic Freedom Fighters (BIFF) zu bekämpfen.

Bei ihrem ersten Auftritt verbrannten die Mitglieder der "Red God’s Defenders" Flaggen des Islamischen Staates und offenbarten, dass sie ihren Kampf von einem Versteck in den Bergen von Mindanao heraus führen würden. Die Philippinen sind seit Jahren ein Brennpunkt islamischer Terrorbewegungen - die Moro Islamische Befreiungsfront (MILF) verlangt für die rund 5 Prozent Muslime der philippinischen Bevölkerung eine eigene Region, bei Gewaltakten wurden laut Beobachtern wehrlose Frauen und Kinder regelrecht abgeschlachtet.

Die BIFF spaltete sich schließlich von der MILF ab, da ihnen die geforderte Autonomie zu wenig war, sie führten den Kampf um volle Unabhängigkeit mit Waffen fort. Zuletzt bekannte sich die BIFF offen zur Terrorgruppe IS. Die Angriffe der radikalen Gruppen auf die Bevölkerung will nun die Christen-Bürgerwehr nicht mehr hinnehmen. "Wir können uns nicht mehr vor Angst wegducken. Wir müssen aufstehen und kämpfen, denn das Militär wird nicht immer da sein, um uns zu verteidigen", so Sprecher "Bruder Asiong".

Gleichzeitig bat die Gruppe die Regierung um Hilfe, denn die muslimische Gruppen würden den Plan verfolgen, andersgläubige Farmer und Bauern mit Waffengewalt zu enteignen. Dass die "Red God’s Defenders" selbst radikale Tendenzen haben könnten, bestritt "Bruder Asiong": Man werde nur zu den Waffen greifen, wenn man am eigenen Land angegriffen werde und sich verteidigen müsse.

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