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Mythos Fasten: Was Sinn macht, was nicht

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:14

Die "Schlacke ist etwas wie das Monster von Loch Ness der Medizin - über ihre Existenz können Experten tagelang streiten. Prof. Ludwig Kramer über belegte Effekte des Fastens jenseits der Entschlackung.

Die "Schlacke“ ist etwas wie das Monster von Loch Ness der Medizin – über ihre Existenz können Experten tagelang streiten. Prof. Ludwig Kramer über belegte Effekte des Fastens jenseits der Entschlackung.

Egal, ob es aus spirituellen oder gesundheitlichen Gründen betrieben wird: Fasten hat viele Effekte und wird deshalb von der Wissenschaft zunehmend unter die Lupe genommen.

Das Herz-Kreislauf-Risiko übergewichtiger Diabetiker kann kurzfristig reduziert werden; selbst für Schwerkranke auf Intensivstationen ist weniger oft mehr. Mäusestudien zeigen sogar völlig unerwartete Vorteile von gezieltem Fasten: "Krebszellen benötigen laufende Zufuhr von Traubenzucker – das Fasten sensibilisierte Hirntumore für Chemound Strahlentherapie und verkleinerte Hauttumore“, so Kramer.

Ist Fasten also eine Allzweckwaffe zur Linderung von Rheuma, Migräne und Gefäßerkrankungen? Ob auch Gesunde vom Fasten profitieren könnten, ist nicht bekannt. Allgemein wird davon ausgegangen, dass es als "Kick-off“ für eine längerfristige positive Verhaltensänderung wirken kann, am besten kombiniert mit einem Bewegungsprogramm.

Dabei spielt die Art der Kur eine untergeordnete Rolle, solange nicht die in den USA so beliebte Nulldiät oder gewisse Fruchtsaftdiäten zur Anwendung kommen. Kramer: "Fruchtzucker in großen Mengen erhöht Blut- und Leberfette, Harnsäure und Blutdruck und kann Entzündung sowie oxidativen Stress verstärken.“

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