Der Begriff Mittagshitze hält sich hartnäckig in den Köpfen der Menschen. Doch wer denkt, dass es um Punkt 12 Uhr am heißesten ist, liegt falsch. Meteorologen widersprechen diesem weit verbreiteten Irrglauben deutlich.
Die höchsten Temperaturen werden an heißen Sommertagen meist erst am späten Nachmittag zwischen 17 und 18 Uhr erreicht. Der Wetterdienst Kachelmannwetter formuliert es daher klar: "Es gibt keine Mittagshitze."
Wie chip.de berichtet, liegt der Grund darin, dass sich die Luft nicht direkt durch die Sonnenstrahlung erwärmt. Stattdessen treffen die Sonnenstrahlen zuerst auf Straßen, Dächer, Wiesen und Hausfassaden. Diese Flächen speichern die Wärme und geben sie erst nach einigen Stunden an die Luft ab.
In Mitteleuropa steht die Sonne im Sommer wegen Sommerzeit und Zeitzone nicht exakt um 12 Uhr, sondern erst am frühen Nachmittag am höchsten. Danach heizt sie den Boden weiter auf - bis die Wärme in der Luft ankommt und ihr Maximum erreicht, vergehen weitere Stunden.
An stabilen Sommertagen liegt der Temperatur-Höchstwert daher meist zwischen 16 und 18 Uhr. Bei Gewittern, Wind oder Wolken kann das allerdings abweichen.
Wichtig zu wissen: Auch wenn die Lufttemperatur zur Mittagszeit noch nicht ihr Maximum erreicht hat, ist die UV-Strahlung rund um den Sonnenhöchststand besonders stark. Sonnenschutz, Schatten und Pausen bleiben gerade zwischen spätem Vormittag und frühem Nachmittag wichtig.
Wer Sport treiben, Einkäufe erledigen oder draußen arbeiten muss, sollte idealerweise die Morgenstunden nutzen. Mittags droht starke UV-Belastung, während am späten Nachmittag die Lufttemperatur ihren Höhepunkt erreicht.