Nach 50 Jahren spuckt Vulkan in Spanien wieder Lava

Erstmals nach 50 Jahren ist nach einem kleinen Erdbeben am Sonntagnachmittag der Vulkan Cumbre Vieja ausgebrochen.

Auf der Kanareninsel La Palma ist am Sonntag ein Vulkan im Bereich der Bergkette Cumbre Vieja ausgebrochen. Das teilte das Vulkanologische Institut der Kanaren mit. Der spanische Sender TVE zeigte Aufnahmen von riesigen Wolken schwarzen und weißen Rauchs, die über dem Grat des Vulkans in die Höhe schossen.

Ein Lavastrom ergoss sich entlang des Hangs und näherte sich einer Gruppe von Häusern. Erhöhte seismische Aktivität war bereits seit einer Woche gemessen worden. Der Vulkan brach zuletzt 1971 aus.

Der seismologische Leiter des Nationalen Instituts für Geologie in Spanien, Itahiza Dominguez, sagte dem Sender RTVC, noch könne nicht gesagt werden, wie lange der Ausbruch dauern werde. Frühere Eruptionen auf den Kanaren hätten aber Wochen oder sogar Monate gedauert, sagte er.

Unmittelbar vor der Eruption hatten die Behörden begonnen, etwa 1.000 Bewohner mit eingeschränkter Mobilität in Dörfern nahe dem Zentrum der Aktivität zu evakuieren. Der Einsatz wurde dann beschleunigt. Das betroffene Gebiet im Süden der Insel ist nur dünn besiedelt. Bewohnerinnen und Bewohner von fünf nahe gelegenen Dörfern waren bereits aufgefordert worden, wachsam zu sein und ihr Zuhause im Fall eines Ausbruchs des Vulkans zu verlassen.

Die zu Spanien gehörende Insel hat rund 85.000 Einwohner. Vor der Eruption wurde am Sonntag ein Erdbeben der Stärke 3,8 registriert. Stärkere Erdbeben «könnten Schäden an Gebäuden anrichten», teilte das Wissenschaftliche Komitee des Vulkangefahr-Präventionsplans mit. Für einen Abschnitt der Südwestküste der Insel gebe es die Gefahr von Steinschlag.

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