Marchfeld

Nach Aus! Private übernehmen Anruf-Sammeltaxi

Das Projekt "Marchfeld mobil", ein Anrufsammeltaxi, das 19 Gemeinden im Marchfeld miteinander verbindet, stand vor dem Aus. Es konnte gerettet werden.

Niederösterreich Heute
Nach Aus! Private übernehmen Anruf-Sammeltaxi
Rund 600 Haltepunkte in den rund 20 Gemeinden gibt es.
IstMobil GmbH

Seit dem Jahr 2019 wird der Öffentliche Verkehr rund um Bus und Bahn im Marchfeld durch das Anrufsammeltaxi "Marchfeld mobil" ergänzt. Ziel ist eine flexible Verbindung zwischen den 19 teilnehmenden Marchfeld-Gemeinden, rund 600 Haltestellen an neuralgischen Punkten wie beispielsweise Supermärkten, Arztpraxen etc. gibt es. 

Bisher 19 Gemeinden

Doch kürzlich wurde verkündet, dass das von Land und den Gemeinden finanzierte Projekt eingestellt wird. Die gewünschte Zielgruppe sei nicht erreicht worden, hieß es.

Teilnehmende Gemeinden
Aderklaa, Andlersdorf, Engelhartstetten, Gänserndorf, Glinzendorf, Großhofen, Haringsee, Lassee, Leopoldsdorf im Marchfelde, Mannsdorf an der Donau, Marchegg, Markgrafneusiedl, Orth an der Donau, Parbasdorf, Raasdorf, Strasshof an der Nordbahn, Untersiebenbrunn, Weiden an der March und Weikendorf

Neu dabei: Obersiebenbrunn und Deutsch-Wagram

In den teilnehmenden Orten Aderklaa, Andlersdorf, Engelhartstetten, Gänserndorf, Glinzendorf, Großhofen, Haringsee, Lassee, Leopoldsdorf im Marchfelde, Mannsdorf an der Donau, Marchegg, Markgrafneusiedl, Orth an der Donau, Parbasdorf, Raasdorf, Strasshof an der Nordbahn, Untersiebenbrunn, Weiden an der March und Weikendorf gingen die Wogen hoch, neben Fahrgästen, die auf das Anrufsammeltaxi angewiesen sind, um schneller und direkt in die Arbeit zu kommen, ärgerte die Ankündigung zur Einstellung des Projekts auch die Taxi-Unternehmen, die für "Marchfeld mobil" unterwegs sind.

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    Rund 600 Haltepunkte gibt es in den 19 teilnehmenden Gemeinden.
    Rund 600 Haltepunkte gibt es in den 19 teilnehmenden Gemeinden.
    IstMobil GmbH

    Nun konnte das Öffi-Projekt aber doch noch gerettet werden: Die ISTmobil GmbH will das "Marchfeld mobil" privatfinanziert gemeinsam mit den Taxi-Unternehmen fortführen, wie die Projektbetreiber jetzt bekanntgaben.

    Fahrgast-Zahl steigt

    "Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger der Region Marchfeld nicht einfach im Regen stehen lassen", so Manager Alexander M. Fellner-Stiasny. Erst im Jahr 2023 habe es einen Fahrgast-Anstieg von bis zu 200 Fahrgästen pro Monat im Vergleich zum Vorjahr gegeben, ein Zeichen, dass das Angebot durchaus angenommen würde, wie in einer Aussendung betont wird.

    Ohne die Fortführung hätten wir mehr als jeden zweiten Arbeitsplatz streichen müssen.
    Barbara Bäck
    Taxi-Unternehmerin in Gänserndorf

    Auch zwei weitere Gemeinden kommen nun dazu: Obersiebenbrunn und Deutsch-Wagram.

    "Ohne die Fortführung hätten wir mehr als jeden zweiten Arbeitsplatz streichen müssen", so Taxiunternehmerin Barbara Bäck. Aufgrund der privaten Finanzierung müsse man die Preise aber nach oben hin anpassen, heißt es seitens ISTmobil.

    Telefon teurer als App

    Dabei gilt: Telefonische Buchungen sind teurer, als jene über die (neue) App, um die Kosten für das Callcenter abdecken zu können, zudem kann man nun entscheiden, ob man einen direkten Transfer möchte oder nur zum nächsten Bus gebracht werden soll.

    Nun will man auf die einzelnen Gemeinden zugehen, um eine etwaige Kostenbeteiligung zu verhandeln.

    Auf den Punkt gebracht

    • Das Anrufsammeltaxi "Marchfeld mobil" in 19 Gemeinden des Marchfelds sollte eingestellt werden, konnte aber gerettet werden, als die ISTmobil GmbH ankündigte, das Projekt gemeinsam mit den Taxi-Unternehmen privatfinanziert fortzuführen
    • Die Fahrgastzahl steigt, das Angebot wird gut angenommen, aber aufgrund der privaten Finanzierung müssen die Preise angepasst werden
    red
    Akt.