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Nach Ausweisung: Sponsor bittet Djokovic zum Rapport

Die Ausweisung vor dem Start der Australian Open könnte für Novak Djokovic noch große finanzielle Folgen haben. Ein erster Sponsor meldete sich. 

Heute Redaktion
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Novak Djokovic
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Australiens Einwanderungsminister Alex Hawke hatte dem ungeimpften Tennis-Star am Freitag das Einreisevisum entzogen. Ein Bundesgericht bestätigte die Entscheidung schließlich am Sonntag. Der Weltranglisten-Erste musste Melbourne binnen Stunden verlassen, ist mittlerweile bereits nach Belgrad zurückgekehrt. 

Djokovic verpasst damit nicht nur die Chance auf den zehnten Titel beim ersten Grand Slam des Jahres, den 21. in seiner Karriere, was den alleinigen Rekord bedeuten würde, ihm entgehen auch Preisgelder in Millionenhöhe. Der Erfolg wäre mit knapp 2,8 Millionen Euro dotiert gewesen. Außerdem darf der Serbe dem australischen Gesetz zufolge für drei Jahre nicht mehr "Down Under" einreisen. Darüber hinaus könnte dem ungeimpften Serben auch bei den French Open und in Wimbledon ein Antreten verwehrt werden. 

Erster Sponsor meldet sich

Außerdem kostet das Australien-Fiasko dem 34-Jährigen neben Ansehen und Sympathien auch Geld. Djokovic muss eine Geldstrafe zahlen und die Gerichtskosten übernehmen. Beides zusammen soll Berichten zufolge rund eine halbe Million US-Dollar (gut 440.000 Euro) betragen. 

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    Am Melbourner Flughafen bereitete sich Novak Djokovic mit seinem Team auf die Ausreise vor.
    Am Melbourner Flughafen bereitete sich Novak Djokovic mit seinem Team auf die Ausreise vor.
    REUTERS

    In den nächsten Wochen könnten allerdings schmerzlichere finanzielle Verluste auf den Multimillionär zukommen. Denn mit "Lacoste", dem Ausrüster des "Djoker", hat sich ein erster Sponsor zu Wort gemeldet. Und bittet den 34-Jährigen zum Rapport. 

    Wackelt Lacoste-Deal?

    "Wir werden uns so bald wie möglich mit Novak Djokovic in Verbindung setzen, um die Ereignisse, die seinen Aufenthalt in Australien begleitet haben, zu prüfen", teilte das französische Unternehmen mit. Auf Djokovic könnte also Ungemach zukommen. Schließlich war der Auftritt in Australien alles andere als geglückte Werbung für den Konzern. 

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      Fans erwarteten Tennis-Star Novak Djokovic am Flughafen in Belgrad.
      Fans erwarteten Tennis-Star Novak Djokovic am Flughafen in Belgrad.
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      Dass der Serbe in Bekleidung der Marke mit dem Krokodil auf den Platz kommt, lässt sich "Lacoste" einiges kosten. Einem "CNN"-Bericht zufolge kassiert Djokovic in einem Jahr umgerechnet acht Millionen Euro von seinem Ausrüster. Es ist sogar Branchenkennern zufolge möglich, dass der Deal vorzeitig aufgelöst werden könnte. 

      Was machen andere Sponsoren?

      Djokovic kassierte im abgelaufenen Jahr der "Forbes"-Liste zufolge 30 Millionen US-Dollar (26,5 Millionen Euro) durch Werbedeals. Head, die Uhren-Marke Hublot, der Autobauer Peugeot oder der japanische Konzern Asics sind Partner des Serben. Sie alle haben sich bis jetzt jedoch zurückgehalten. Sollte Lacoste Konsequenzen ziehen, könnte dies allerdings eine Vorbild-Wirkung auf andere Sponsoren haben, diese auch unter Druck setzen. 

      Auch, weil es möglich sein könnte, dass sich die Ereignisse von Australien bei anderen Turnieren wiederholen. Spätestens in Paris, wo nur noch geimpfte Spieler antreten werden können. 

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        Novak Djokovic will trotz fehlender Impfung seine Teilnahme an den Australian Open erzwingen. Was folgt, ist eine Posse mit vielen Wendungen.
        Novak Djokovic will trotz fehlender Impfung seine Teilnahme an den Australian Open erzwingen. Was folgt, ist eine Posse mit vielen Wendungen.
        Imago Images
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