Eigentlich sollte es nur ein gewöhnlicher Verkaufs-Stream werden: Beauty-Influencerin Lisa Srey bewarb am 30. Juni auf Facebook Live eine Körpercreme, im Arm ihr Haustier-Krokodil. Als sie das Tier näher zu sich auf den Schoß ziehen wollte, biss es plötzlich zu und riss ihr die Haut am Arm auf.
Srey schlug daraufhin nach dem Krokodil, dieses fauchte und zeigte die Zähne, sie wich zurück und brach den Stream vorzeitig ab, um sich im Krankenhaus verarzten zu lassen. Laut der Influencerin handelt es sich bei dem Tier um ein Haustier, das sie von einer nahegelegenen Farm bekommen habe.
Trotz des Vorfalls ließ sich die junge Frau nicht lange bitten: Nur wenige Tage später posierte sie erneut mit demselben Krokodil und verkaufte weiter Beautyprodukte per Facebook Live.
Auf die Kritik im Netz reagierte sie gelassen: "Ich verfolge die Kritik nicht. Ich versuche einfach, meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Das Mobbing ignoriere ich. Ich bin damit beschäftigt, mit meinen Produkten eine schöne Frau zu werden."
Der Fall ist kein Einzelfall: In Kambodscha kursieren derzeit mehrere virale Videos, in denen Influencer mit Schlangen und Krokodilen posieren. Das Informationsministerium warnte deshalb zuletzt ausdrücklich vor solchen Inhalten.
Ein Sprecher erklärte, soziale Medien hätten enormen Einfluss und Ersteller müssten sich bewusst sein, dass ihre Inhalte auch das Verhalten der Zuseher prägen. Das Ministerium arbeite an einem Verhaltenskodex für Content-Creator, um verantwortungsvolle Inhalte zu fördern.